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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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so außerordentlich viele Skelette grasfressender gefundenwerden. l)e Liic ’) meint daher, diese verschiedenenThiere wären durch eine Fluth hier zusammengeschwemmt,oder hätten sich bei dieser Veranlassung hineingerettet,Hochland in seiner lehrreichen Beschreibung der in Eng-land vorhandenen Höhlen, namentlich bei Kirhdale, suchtdag e g en j5 U beweisen, dafs die Llaublhiere, hauptsächlichdie Hyänen, ihrer Gewohnheit nach die grasfressendenfiliere als Beute bei längerem Aufenthalte hineingcschleppthätten, weswegen sich auch die meisten Knochen derselbenZerstückelt finden s ).

Aufser diesen, und mehreren noch nicht hinlänglichbestimmten Species findet man im Felsen von Gibraltar ,auf Corsica, an der Küste von Dalmatien u. s. w. eine MengeFragmente der verschiedensten Knochen, welche nichtv orsteinert und mit keinen Seeproducten vermischt sind,v >elmehr Ucberbleibsel derjenigen Thicrartcn zu scyn schei-nen, welche noch jezt dort leben, und durch die jüngstenKatastrophen der Erde begraben seyn müssen.

Wirkliche AmhropolitUen giebt es nicht, obgleich meli-ere Ucberbleibsel von Menschenknochen incrustirt, oderv °n metallischen Substanzen durchdrungen gefunden sind.Hnter andern findet man mit Kalksinter durchdrungeneSkelette in den Katacomben auf Malta und Cephalonia * * 3 ).

merkwürdigsten sind die auf Guadeloupe in einem ver-härteten Kalk • Mergel - Felsen gefundenen, sehr gut erhal-tenen menschlichen Gerippe 4 ). Bei diesen ist die mensch-liche Gestalt so unvei kennbar, dafs sie von keiner sonstigenfhierart herrühren können, wie bei vielen andern gefun-denen Knochen der Fall ist. Die Eingebornen nennen dieSkelette Galihi, wodurch nach König die Caraibcn be-zeichnet werden, welche auf Guadaloupe ihre Todtcn beer-digt haben sollen. Ciivier 5 ) vermuthet, dafs es vielleichtdurch Schifi'bruch umgekommene, dort gestrandete Leichen

0 heitres - adrcssecs ä Mrs. Blumenbach. L. IV. p. 218.a ) Buckland Helicpiiac diluvianae. cct. sceond ed. Lond. 1826. 4,ein «dien so lehrreiches als durch seine Kupfer prachtvolles

Werk.

■1) Thomson Annals of l’liil. 1816. Aug. Vergl. v. Leonhard etc.I’ropaedeutik d. Mineral. 230.

4) Koni- in Thilos, trans. 1814. p. 107. tab. 3. Journ. de Pins.

TXX1X. 106. Ver K l. Gilb. Annal. LVI11. 108.

'*) Bie Umwäliungen der Erdrinde u. s. w. Th. 1. p. 118.

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