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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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und liegen so regelmäfsig, dafs man sie für allmälig ineinem flüssigen Medio nicdergesunhen anselien mufs, sehrverschieden von den neueren Formationen aus See- undLandmuscheln, welche v. Humboldt in America durchdas bewegte Meer nicht höher als 30 bis 40 Toisen undnicht weiter als 5 bis 6 Meilen von der Küste entfernt auf*gehäuft fand. Hierdurch wird Lamarh's Hypothese vonder allmäligen Umbildung der Erde widerlegt.

Ganz unglaublich ist die Höhe, bis zu welcher die Resteder Vorwelt gefunden werden. In Savoyen fand de Lücnoch Ammoniten auf 7844 F., am Aetna reichen sie bis2400 F., auf dem Mont-Perdü bis 10000 F., auf demJungfrauhorn bis 12000F. 1 ), die versteinerten Fische vomCap lagen 5000 F. hoch, die Knochen des Mastadonte rei-chen bis 8900 F. und Muscheln fand Ulloa bis 13352 Fmv. Humboldt bis 13200 F. in Süd-America, bei Dabahim llimlaya-Gebirge endlich sind Knochen von Pferden undHirschen 16000 engl. Fufs hoch über der Meeresfläche ge-funden 2 ). Eben so auffallend ist die Tiefe. Ein Pflanzen-abdrucli der Blumenbach’schen Sammlung ist in der GrubeDorothea 160 Lachter tief gefunden, Donati fand Ver-steinerungen auf dem Grunde des Adriatischen Meeres, dasCaoutchouc wurde zu Chasteltown 450 F. tief unter derOberfläche der Erde gefunden, und in Cumberland sollman PflanzenabdrücUe 2000 F. tief unter der Meeresllächofinden 3 ).

Eben so wunderbar ist die Gröfse mancher Petrefacten.So giebt es Ammoniten wie ein Wagenrad, die Knochendes Mastodonte übertreffen diejenigen der gröfsten jetzigenElephanten, ein bei Canstadt gefundener Mammutzahn sollöCentner gewogen haben, da doch der gröfste eines jetzigenaus Ceilon nur 175 ®b. wiegt, wonach man das Gewicht desKopfes zu 18 Centner schätzt 4 5 ). Ein Zahn, bei Verona gefunden, welchem unten 2 F. fehlen, hat dennoch 30^°^Umfang s ). Das Geweihe des Riesen-Elen wiegt gegen2 Centner und steht an den Spitzen bis 14 F. von einanderiund auf gleiche Weise wog das eine bei Oflcben gefundene

i) Breislak lnstit. Geol. II. 391.

a) üuckland licliq. diluv. Lond. 1826. p. 228.

3) Vergl. x. Leonhard Propaed; der Miner, p. 198.

4) Gilbert Annal. LV1I. 310.

5) Breislak. II. 340.