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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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So gewifs cs übrigens ist, dafs die Quellen alle durchdas atmosphärische Wasser gespeiset “werden, so giebt es

sant, weswegen ich sie ohngeaclitct der nur geringen Genauigkeitder einzelnen Angaben hier aufnehine. Rechnet man bei einemhauernbau.se, für 10 Menschen und 15 Stück Vieh 50 F. Langeund ‘25 F. Breite, und für die dazu gehörige Scheune 48 F. Längeund ‘25 F. Breite, so betragt die Gesammlfläche, welche dasaufgefangene Begenwasser in die mit wasserdichtem Thon ausge-schlagenen Cistcrnen führt, 1250 und 1‘200, also im Ganzen2150 Quadratfufs. Fallt auf jeden Quadratfufs jährlich 2'2 Zollhoch Begenwasser, so geben diese, wenn man nach Abzug desVerlustes nur 18 Zoll rechnet, 3675 Cub. F. Begenwasser, oderdas Gewicht des par. Cub. F. zu 70 ffi. angenommen ‘257250 Jt.jährlich. Rechnet man hiervon für jedes der Thtere doppelt soviel als auf einen Menschen, und nimmt das Gewicht einesMafses zu 3,5 fö. an, so kommen auf einen Menschen täglichetwas über 5 und auf jedes Thier etwas über 10 Mafs Wasser,welches bei gehöriger Ausgleichung ausreichen , und sich nichtweit von der Wahrheit entfernen mag, insbesondere wenn manberücksichtigt, dafs an solchen Orten das von der Oberflächeder Erde zusammengelaufene und minder reinlich aufbewahrteWasser für das Vieh benutzt zu werden pflegt, bei größerenWirthschaften aber die Dächer der Nebengebäude zur Vermeh-rung des gesammelten Vorrates benutzt werden. In Venedig sind blofs Cistcrnen, aber mit Blei verwahrte kostbare. Es fehltdort bei starkem Verbrauche nie an Wasser, aufser in sehrtrocknen Jahren, in denen aus der Brenta herbeigelähren wird.Leslie in Elements of JNat. Pliilos. T. 1. berechnet nach der Re-genmenge in Paris auf ein Haus mit 25 Bewohnern jährlich 1800Cub, Fufs oder 126000 ffi oder 36000 Mafs, welches auf jedenBewohner täglich 3,01... Mafs oder 13,8 Jb. beträgt, offenbar zuwenig, da man für Venedig leicht 21 Zoll Regenhohe rechnenkann, und hiernach die horizontale Dachfläche eines Hauses von^3 Bewohnern nur 30 F» Länge bei eben so viel Breite voraus-setzte. Prony rechnet dagegen als Bedürfnifs für jede Person10 Liters, also oh^gelahr 2*2 Jb Die Wasserleitungen in Paris liefern täglich 293600 Cub. F. Wasser, also Tür eine Volksmengevon 600000 ohngefähr 0,5 Cub. F. oder 35 fö. oder 10 MafsWasser. Die durch die Aclicn-Gesellschaften bestehenden Was-serleitungen in London liefern täglich 3'888000 Cub. F. Wasser,Welches, den Lond. Cub. F zu 64 fö. gerechnet, für 1 "200000Einwohner täglich nahe 3 Cub. F. oder 192 fö. oder 55 Mafsfciebt. Im neueren Rom liefern nach Prony die drei noch be-stehenden Wasserleitungen, Paulina, Juliana und Fclice täglich«>'305000 Cub. F. Wasser, welches für 130000 Einwohner täglich&16 Mafs beträgt. Das alte Rom batte 8 große Aqueducte, wo-von die älteren nach Fronlinus täglich 11018 Quinaricn pder“V7131U0 engl. Cub. F. lieferten, und du die neueren noch er-R'ebigcr waren, so reelinet inan nicht zu -viel, wenn man 50M'll Cub. F. täglich annimint. Indem aber die Bevölkerung*cliwcrlich iibrr eine Million hinausging, so giebt dieses aufJeden Einwohner tyglicli 914 Mafs, welche ungeheure Menge aus