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der Nähe des Meeres gesalzen seyn, weil das Seewasscrseine Salziglteit durch blofse Filtrirung nicht verliert; viel-mehr liegt die Ursache dieses Zusammenhanges darin, daß»das in der En]e gesammelte Quellwasscr (atmosphärischenUrsprungs) in jene gröfseren Wasserbehälter abläuft, unddaher beim Höhersteigen der lezteren mehr zurückgehaltenwird, und selbst höher steigen mufs.
ln denjenigen Gegenden, deren Boden aus tiefem Sandebesteht, namentlich in den Wüsten, giebt es entweder garlteinc Brunnen, wenn es der menschlichen Anstrengungunmöglich ist, bis unter das Lager des Sandes zu gelangen,oder sie sind mindestens so tief als dieses, wovon derGrund von selbst einleuchtet. lläulig liegt der lockereSand auf einer mehr oder minder tiefen und ungleich mäch-tigen festen Kruste von groben rothen, durch Eisenoxydul-Hydrat zusammcngclialtcnen Sande, durch welchen dasWasser nicht dringen kann, weswegen die obere Lage beimäfsiger Dürre noch stets einige Feuchtigkeit behält, undflache Brunnen über dieser Kruste angetroflen werden.Selbst unter einer solchen Kruste, wie unter l'honlagcrii,kann das Wasser zurückgehalten werden, wenn sie die ge-hörige Mächtigkeit hat, allein es lassen sieh auch sumplig eGegenden dadurch austrocknen, dafs man diese durchbohrt,und dem Wasser in die tiefere Sandschicht einen Abfluß*verschafft, mufs sich aber hüten, sie zu durchbrechen,wenn sie der oberen Sandlage ihre Feuchtigkeit erhält. Anmanchen Orten, z.B. auf der rauhen Alp und in Ifaiern bestehtder Boden bis zu bedeutender Tiefe aus stark zerklüftetemKalksteine, in dessen Zwischenräume das atmosphärischeWasser hinabsinkt, so dafs die gegrabenen Brunnen fehlen,weil man das mächtige Lager nicht zu durchdringen ver-mag. Auch bei stark zerklüfteten Sandstein findet etwasähnliches statt, und in beiden Fällen müssen die Bewohnersich mit Cisternen behelfen. Hierbei läfst sich in Uebcr-cinstimmung mit der Erfahrung leicht zeigen, dafs dasblofse aufgefangene Regen- und Schnee-Wasser für denBedarf der Menschen und des Viehes ausreicht, da es nichtin Frage ist, dafs die auf die oben angegebene Weise ent'stehenden Quellen weit mehr Wasser geben, als hierfmerforderlich ist *).
l) Eine ohngefahre Zusammenstellung der Ansammlung und Cnmsuuition des Wassers scheint mir ia mehrfacher Hinsicht intcrus