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■welche am genauesten durch die Erfahrung geprüft werdenhann, ist jedoch durch wiederholte Versuche von Long-ohamp mit dem heifsen Wasser von Bourbonne *), des-gleichen von L. Ginelin und Lade mit dem von Wies-baden 2 ) genugsam widerlegt. Auf ähnliche Weise warenu,| d sind noch jezt mehrere Aerzte geneigt, den natürlichenMineral- und Thermal-Quellen andere, von unbekanntenKräften ausgehende, Wirkungen beizulegen, als welcheaus ihren Bestandteilen und ihrer Beschaffenheit folgen,weswegen sie auch einen Vorzug vor den künstlichen habens ul!en. Ein scheinbares Argument für diese Behauptungwird daraus entnommen, dafs frühere Analysen in einigenMineralwässern geringe Antheile von Stoffen nicht entdeckthaben, welche durch spätere gefunden wurden, ln Be-ziehung hierauf ist es allerdings richtig, dafs ein künstlichesMineralwasser die Wirkungen eines natürlichen so viel we-niger hervorbringen wird, je weniger genau es demselbenna chgebildet ist, obgleich Bestandteile, welche wegenihrer geringen Menge noch gegenwärtig bei genauesterAnalyse nicht wahrgenommen werden, schwerlich vonMerklichem Einflüsse seyn können. Im Ganzen zeigt jedoch“er Glaube an das Vorhandenseyn unbekannter Potenzen,wie sehr man von der ältesten bis zu der jetzigen Zeitherabgeneigt war, verborgene Kräfte (qualitates occultas)a uzunehmen, die Kehauptung selbst aber ist neuerdingsdurch die namentlich von Struve' 1 ) mit grüfster Genauig-keit nacbgebildeten künstlichen Mineralwässer genügendWiderlegt, welche in ihren Wirkungen den natürlichenv °llig gleich kommen.
Eine merkwürdige Eigenthümlichkeit vieler Quellen ist,dafs sie in unbestimmten oder bestimmten Perioden inter-Mittiren, welche Erscheinungen aus unterirdischen Höhlen,die sich abwechselnd mit Wasser füllen und durch ver-borgene Heber entleeren, aus der Verbindung mancherderselben mit dem Meere und dem hieraus folgenden Ein-güsse der Ebbe und Fluth, und aus dem durch ungleicheTemperatur verschiedenen Luftdrucke in den Höhlungen,Welche Wasserbehälter einschliefsen, erklärt werden kön-ne n. Die gemeinsten dieser Art sind die sogenannten
’) Annal. de Cliim. et Pliys. XXIV. 218.
3 ) Gilt,. Annal. LXXXIII. -f5I.
3) Die künstlichen Mineralwässer u. s. w. 2 Ulte. Leipz. 1825 u. 26.