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Goldglanz, welcher bewirkt, dafs der Himmel über ihnengrün erscheint
Mail hält das reine Wasser für völlig weifs oder unge-färbt, weil es in kleineren und selbst den gewöhnlich zurBeobachtung kommenden gröfseren Massen gar keine Fär-bung zeigt. H. l)avy i) 2 ) hat neuerdings aufgefunden, dafsdas ganz reine, selbst durch keine Gefäfse im mindestengetrübte Wasser, z. B. das der hoben Gletscher, eine sein-schwache bläuliche Farbe hat, und diese auch zuweilen ineinigen Lfergseeu beibehält. Die Wassersammlungen kön-nen auf vielfache Weise durch vegetabilische, mineralischeund selbst animalische Substanzen gefärbt seyn, im Allge-meinen aber enthalten die Seen mit süfsem W^asser ver-moderte Pllanzentlieile, deren gelbliche Farbe mit demnatürlichen Flau 3 ) des Wassers ihnen ein grünliches Ansebngiebt. Das Meerwasser erhält durch verschiedene Stoffeaus allen drei Naturreichen, hauptsächlich aber durch sei-nen Gehalt an Iod und Brom eine schwach grünliche Fär-bung, woraus nach den bekannten Versuchen von Halley 4 )die rosenrotbe Farbe erklärlich wird, welche das durchdas Meerwasser in beträchtliche Tiefe dringende, grüneLicht bei seiner Reflexion im Auge erzeugt (§. 135.).
Das Wasser des Meeres so wie das grofser Landseen istdaher ohne besondere Ausnahmen grünlich gefärbt, erste-res jedoch etwas tiefer als lezteres. W 7 ürde blofs dieseFarbe desselben vom Auge wahrgenominen, so müfstedasselbe allezeit schwach grün gefärbt erscheinen, welches
i) Beschreibungen des Mecreiscs und der merkwürdigen Erschei-nungen, welche dasselbe darbietet, findet mnn zahlreich in denReiseberichten der Seefahrer, namentlich bei Cook, Förster,Scoresby a. a. O. Vergl. Gilb. Annal. LXll. p. 1 und ScoreshyAccount of the Arctie Regions cct. II vol. Edinburg 1820.ferner in J. Rofs Entdeckungsreise u. s. w. Leipzig 1820. DieKupfer bei beiden lezteren Werken geben eine anschauliche Vor-stellung der Sache. Interessante Nachrichten enthalt H EgedcSaabje Bruchstücke eines Tagebuches, gesammelt in Grönland .Hamburg 1817.
'■*) Edinb. Journ. of Science. XVIII. p. 324. Daraus in WienerZeitschrift. T. V. p. 3"24.
3) Diese Farbe kommt noch kenntlicher an den grofsen Eismassenheller Flüsse, namentlich iles Rheins und des Neckars zum Vor-schein , welche meistens schwach himmelblau, seltener grünlichgefärbt erscheinen.
4) Newton Optice. L. II. I’. I. prop. 10.