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Druck eine Erhöhung, gegen welche er dann mehr ingerader Richtung stufst, und sie vor sich her treibt, ohnedie zusammenhängenden Wasscrtheilchen über einanderhin zu schieben. Die Richtung des Windes ist nicht stetsgleich, und anfserdem bewirkt eine schon gebildete Welledurch ihren Druck das Entstehen einer neuen; man trifftdaher allezeit We|len , welche in verschiedenen Richtungenfortschreiten, sich auch durchkreutzen, und an diesenStellen ihre gröfste Höhe erreichen. Hiermit stimmt ihrzerrissenes Aussehen völlig überein.
Die Wellen sind so viel länger und höher, also gröfser,je gröfser und tiefer die Meere sind, wo sic erzeugt wer-den. Nach Bergmann 1 * 3 ) sollen die Wellen im Mittel-ländischen Meere nicht höher seyn als 8 Fufs, die in derOstsee aber höher, und nach Otto *) diese sogar nur6 Fufs hoch, die im Mittelländischen Meere dagegen höherseyn. 1> r e m on tie r '*) giebt ihre Höhe zu 00 F. an, undmanche reden sogar von Haus hohen, 100 Fufs hohenWellen. Das beste Zengnifs hierüber giebt v. Horner 4 ),nämlich dafs er sich einst auf dem grofsen Oceane beieinem tüchtigen'Sturme in den Wandtauen des Schilfes sohoch hinauf begeben habe, bis der Ramm der Wellen mitdem Horizonte in einer Ebene lag, und dann betrug seineErhebung über den gewöhnlichen Stand des Meeres 25 Fufs.Bei einer andern Gelegenheit schätzt er die Höhe einesWasserberges, welcher das Schilf umzuwerfen drohete,auf 32 Fufs. Höher darf man also die Wellen auf demfreien, übrigens grofsen Oceane nicht wohl annehmen.Ebenso nimmt man auf Bergmann’s Autorität an, dafsdie Wirkung der Wellen sich nicht tief unter die Ober-fläche des Wassers, auf allen Fall nicht tiefer als bis 15 Fa-den erstrecke, und die Ostindischen Perlenfischer keinBedenken tragen, bei so heftig bewegter See, dafs keinSchiff auszulaufen wagt, unterzutauchen. Neuere Unter-suchungen, hauptsächlich von Bre montier, beweisenjedoch, dafs das Meer in Tiefen von 80 und mehrere Fufs,ja vielleicht noch ungleich tiefer in Bewegung gesetzt wird,und dafs vcrmuthlich diese, der Tiefe mitgetheilte Bewe-
0 Physikalische Beschreibung der Erdkugel, p. 3*1.
a) Naturgeschichte des Meeres. Berlin 1792. T. 1. p. 111.
3) Journ. de I’hys. LXXIX. p. 92.
4) In einer brieflichen Beantwortung meiner Anfrage.
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