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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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gang die erstaunende Menge des Sandes vom Boden deäMeeres erhebt, welche zur Bildung der Dünen dient.

Die Geschwindigheit der Wellen wächst mit ihrerGrüfse, nämlich sowohl ihrer Breite als auch ihrer Höhe,und nimmt ah, wenn sie durch den Eintlufs des mindertiefen Grundes in ihrer Bewegung gehindert werden; manmil'st dieselbe aus der Zeit, in welcher sie von einem aufder Oberiläche schwimmenden Körper bei einem andern,z. B. von einem Bog hei einem Schiffe anhommen, wennbeider Abstand von einander bekannt ist. Nach Ilors-burgh beträgt ihre Geschwindigheit bei einem starbenWinde, einem I’assatwinde, über 11 engl. Meilen in einerStunde, nach Tliomson's ! ) Messungen aber bei einemmäfsigen Winde 29,5 engl. Seemeilen in der nämlichenZeit. Hieraus folgt übereinstimmend mit der Theorie,dafs die Geschwindigheit der Wellen grölser seyn bann,als die des sie erzeugenden Windes, auch entstehen nichtselten Wellen ohne einen wahrnehmbaren Wind, entwederweil dieser in der Entfernung bläst, oder weil an irgendeinem Orte über der Meeresfläche sich der Luftdruckändert, und dadurch das Wasser in Oscillationen versetztwird. Die Breite der Wellen endlich ist ungleich gröfserals ihre Höhe, und übertrifft sie bis zum 5ÜUfächcn, jedochfindet dieses Vcrhältnifs nur bei einer einzelnen Welle statbindem die einander folgenden sich wechselseitig bedeutendverschmälern, w eswegen auch von den dem Ufer zuströ-inenden die vorderste Welle sich am stärhsten in die Breiteaiisdehnt nnd zugleich so sehr verdacht, dafs sie bald ganzsinkt. Ueberhaupt werden die einmal gebildeten Wellenin ihrer Gröfse erhalten , wenn der auf sic drückende Windden hinteren '1 heil derselben um nicht mehr sinken läfst,als der vordere aufsteigt, sie müssen aber abnehmen oderzunehmcu, wenn diese Kraft geringer oder grölser ist.Jede Welle bewegt sich nämlich nach den Versuchen derGebrüder W T ebcr mit stets erneuertem Wasser auf derOberiläche bei gleichzeitiger, im Allgemeinen umkreisenderBewegung der unter ihnen bis zu bedeutender Tiefe befind-lichen Wasserlheilchen vorwärts. Körper also, welcheauf der Flüssigkeit schwimmen, werden durch das vordereEnde der Welle in die Höhe gehoben, und sinken am

i) Nicholson Journ. XV. p. f>.a) IMiil. Mag. Nro. 302. p. 405.