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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
Entstehung
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hervorragen *). In Irland findet man das nämliche Phäno-men , nur in geringerem Grade 2 ). Der Sand wird zuwei-len bis 6 Meilen fortgeführt 3 ). Manche Gegenden werdendurch Mangel an Gultur und vorzüglich an Bewässerung zuSandwiisten, wie z. B. auf dein Cap, in Persien u. s. w- 4 )sandere gehen durch Austrocknen der Seen und Sümpfe inebene Flächen über, wie z. II. ain Aral-See und amCaspischen Meere s ).

4) Die Madreporen und andere Corallcnthiere führenunglaublich grofse Corallenfelscn auf, durch welche allinäligInseln entstehen und manche Hüsten verändert, viele Häfenverbauet werden, wie namentlich in Neuholland bei vanDiemens Land, und vor allen Dingen in der Südsee. NachPeron 6 ) bestehen die gesammten Hüsten von Timor selbstbis tief in das Innere aus solchen Corallenfelsen, die nochtäglich an Grüfse zunehmen. Was Peron so höchst merk-würdig findet, nämlich dafs die madreporischen Inseln sichso hoch über den Meeresspiegel erheben (vergl. §. 253.)iwird zum Theil durch die genauen Beobachtungen der Na-turforscher auf H o t z e b u e's Heise 7 ) über die Entstehungdieser madreporischen Gebilde erklärt. Die Inseln dieserArt sind an einigen Orten sehr häufig, an andern fehlen sieganz, wovon die Ursache wahrscheinlich darin liegt, dafsdiese Seethiere nur auf erhühetem Meeresgründe zu bauenanfangen. Sie bauen theils in die Höhe, theils vermehrensie den Umfang der schon bestehenden Felsen. Die gröfse-ren Corallenthiere, welche grofse Blöcke bilden, lieben dieBrandung, weswegen die Aufsenseiten der Felsenriffe zuerstemporkommen. Sind sie so hoch, dafs sie bei niedrigerEbbe fast trocken werden, so hören die Madreporen aufzu bauen, die Sonnenstrahlen vereinigen Muschelschalen,Schnecken, Seeigelstacheln und den Sand, welcher durchZerreibung derselben gebildet ist, zu einem festen Steine,dieser nimmt durch neue Materialien stets zu, bis nur dmhöchsten Fluthen das Gebilde überdecken, und das Wasser

0

Hist, de l’Acad.

1722.

2)

Bakewell Einleit.

in die

Geol.

p. 113.

3)

Hist, de l’Arad.

1719.

4)

Ritter Erdkunde.

II. ,,

. 97.

5)

Falk topogr. Beitrage u.

s. w.

I. p. 250.

b)

Reisen. D. Ucb.

I. p.

122.

7) Dessen Heisebesclu'. T. 11t. p. 187.