Wasser hervorgebracbt sey, darüber wurde in denneueren Zeiten viel gestritten, und indem anfangs derNeptunismus die meisten Anhänger hatte, so erhielt inden neuesten Zeilen vielmehr der Plutonismus fast un-geteilten Beifall.
Ein hauptsächlicher Beweis der wesentlichen Yerändc-rungen unserer Erde wird durch die Petrefaclen, alsUeberrcste früherer Bewohner derselben, gegeben (s: 5.245-).Man suchte in den älteren Zeiten sowohl die Entstehungdes Weltalls überhaupt als auch die spätere Umgestaltungunserer Erde insbesondere zu erklären, allein die altenblofs mythischen Cosmogonicen waren auf ganz fälsche Prin-c 'pien gegründet. Seit Cartesius suchte man gröfsten-theils die Mosaische Schöpfungsgeschichte den Katurerschei-nungen anzupassen. Die gcogenetischen Systeme des Car-* e sius, Büro et, Whiston uud Wood ward habenblofs noch historisches Interesse. Leibnitz ') giiindetcsehr scharfsinnig seine Theorie auf eine urspi iinglicheFlüssigkeit der Erde durch Feuer. Weniger wurden dieHypothesen von Schcuchzer, Bay, Hook undFranklin beachtet, als die von Laznro Moro, weithereben wie später Itefsler v. Sprcngseisen die \er-tinderungen der Erdoberfläche den Einwirkungen einesEentralfeuers zuschreibt. Des Abt IM liehe Hypothese voneiner Veränderung der Erdaxc fand viele Anhänger '), ista ber durch Bode 3 ) mit überwiegenden Gründen bestrit-ten, und nach I.a Place 4 ) mit den Gesetzen der Mechanikßanz unvereinbar. Die von Itourguet angenommenenStrömungen des Meeres und die leicht widerlegliehen Phan-tasieen von Ilrüger und Le Gal haben nie grnfsen Bei-Fall gefunden. Mai II et fühlte in seinem Tclliamcd alleVeränderungen der Erde auf das Zurücktreten des MeeresZurück, und gewann sogar durch die dreiste Angabe vielerHtk'rchenhaftcr Thalsachen mehrere Anhänger. Sowohl^nrch sinnreiche Krlindung als auch durch schöne Dar-s tellung zeichnete sich KiilTons Hypothese aus, wonach
') l’rutiigaca in actis Erml. I.ips. 10*43.
a ) Vi.i-l. Meister <l<; mnnt. orig. al> a.vis ton', laut. in Cnuun.
t'mtl. UM. i>. H8. 1183. |>. UiL
Neue Scliiilicn der lioil. Grs. INalinT. l'rcnnd,.. T. II. p. 3t)3.‘t) Systeme du Mundo. 5nio Ed. T. 11 p. 138.