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Dafs cs übrigens Wittcrungsrcgcln giebt, nach denenKian iniL ziemlicher Wahrscheinlichkeit den Gang des Wol-ters wenigstens auf kürzere Zeiträume, mindestens miteiniger Wahrscheinlichkeit, voraus bestimmen könne, lei-det keinen Zweifel. Hierhin gehören: 1) Die Schlüsseaus dem in den Solstitien und Nachtglcichen herrschend■Werdenden Winde und Wetter, 2 ) liarometerveränderun-
gchen aus folgenden Gründen. 1) Nach der Theorie kann einmalder Mond einen solchen Einflufs nicht haben. Dieser müfstenämlich entweder ans der Atlraction folgen , welches II. Schulderselbst nicht annimmt, auch müfste eine Untersuchung dieser Artganz auf diejenige Weise angestellt werden , wie dieses durchElaugergnes und Bouvard geschehen ist, dcn|^ciminder wider-sprechende Resultate eine nähere Vrülung e'^PWen. Oder derMond müfste chemisch auf die Atmosphäre wirken Dieses wirdzwar als möglich , oder sogar wahrscheinlich angenommen , esist aber genau erwogen unmöglich. Zu einer chemischen Wir-kung wird nämlich nach Theorie und Erfahrung eine unmittel-bare Berührung der Stoffe erfordert, und dilise ist unstatthaft,da die Atmosphären beider Wellkörper nach unumslöfslicheugeometrischen Gesetzen nicht aneinander grenzen können, aufser-dem hat auch Lichtenberg schon dargethan , dafs der Mondselbst dann keinen Eintlufs auf die Erde zeigt, wenn lezlerenach wenigen Stunden den Ort einnimmt , an welchem ersterersich befand« Hauptsächlich aber soll das Licht des Mondes einen.Emllufs ausüben, und namentlich nach Sertürner ’* Beobachtun-gen (dessen neueste Entdeckungen in der Ihvsik, Chemie undHeilkunde 18*20. T. 1. Hell 2. Vergl. Wiener Zeitschr. V. p. 313.)erkältend wirken, daraus aber die gröfsere Regenmenge beistärkerem Mondlichte erklärbar sein. Hierauf erwiedere ich:wenn das MondJicht, als rrllectirtes Sonnenlicht, welches nachallen übrigen, durch H. Schulder selbst heigebrachten Zeugnissen,als wirkliches Licht, mithin erwärmend wirkt (aber so schwach,dafs tausen<lfach eoncentrirtes jioch nicht mit Sicherheit 0,01Grad R. Temperaturerhöhung zeigte), zugleich auch so starkerkältend wirken soll, dafs hierdurch die atmosphärischen Nie-derschläge bis um fast ein Sechstel vermehrt werden, dann müs-sen wir es aufgeben, allgemeine Naturgesetze aufziisuchen, unddie Physik sinkt von einer Wissenschaft zu einer Sammlungwidersprechender Beobachtungen herab. Ehe dieses zugegebenwird dürfte es besser sevn nitzunchmen, dafs rin einzelner oderauch einige unrichtig beobachtet haben, was allerdings schon oftgeschehen ist.
2; Man wird sagen, dafs hier die Erfahrung spreche, unddiese allerdings vor jeder Theorie einen Vorzug verdiene Sorichtig dieses ist, so mufs man doch aus eben diesem Grundezugestehen, dafs selbst Erfahrungen so lange nicht streng bewei-send sind, als sie mit andern im Widerspruche stehen, und esdann erst erfordert wird, die Gewichtigkeit der einander enl-gegeustehenden Erfahrungen genau auv/.umitlrln. Nim .sind diehier zum Grunde gelegten Beobachtungen \un Stark zwar keines-