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indem die Windfahnen fast allezeit bei stärkeren Winden insteter Bewegung zu seyn, und durch 30 bis selbst 90 Gradezu schwanken pllegen. Als Mefswerkzeug dient am bestendie gemeine, im Einzelnen verschieden gestaltete, Wind-fahne Verschiedene ältere Vorschläge zu Windmes-sern, Anemometern, Anemoskopen sind nur selten in Aus-führung gebracht. Dafs die Winde in ungleichen floheneine verschiedene, zuweilen ganz entgegengesezteRichtunghaben, ist aus vielen Erfahrungen allgemein bekannt. Un-ter andern beobachtete Lan gsd orf 2 ) , dafs die unterenSegel des Schiffes zusaminen/ielen, die höchsten dagegenstraff aufgeblasen wurden. Am häufigsten bemerkt mandiese ungleiche Richtung und Stärke am Zuge des Rauchesund der Wolken ®). Im Ganzen ist ferner die Richtungdes Windes horizontal, allein nicht selten bildet sie einengröfseren oder kleineren Winkel mit der Horizontalebene,und überhaupt wird der Wind je näher der Erde destomehr wellenartig und von der horizontalen Richtungabweichend.
Die Geschwindigkeit des Windes läfst sich nur sehrunvollkommen aus der Bewegung leichter Körper, oder |aus der Stärke seiner Wirkung berechnen. Ersteres ge-schah durch Derham, wonach er für einen heftigenSturmwind nicht mehr als 78 F. in einer Secunde gefundenhaben will 4 ). Ein vorzügliches Mittel geben die Beobach-tungen des Schalles, wenn man annimmt, dafs die Ge-schwindigkeit desselben um die des Windes vermehrt wird.Durch dieses Mittel fänden die französischen Akademikerfür ziemlich starken Nordwind 25 F., sehr starken Südwind55 F, stofsweise wirkenden Nordwind 3(3,5 F, schwachenNordostwind 12 bis 15 F. Nach Rouse s ), ist die Ge-schwindigkeit eines pleasanl brisk = 13 bis 21 F., des rer/brisk gute = 27 bis 34 F., des high wind — 41 F., des verf ' '
über die Witlerungsverli”Itnisse einiger Gegenden Würtemberg’*im CuiTes|>»ndcnzl)lutt des Würtemb. Landwirtschaft!, Verein 5,
Stuttg. u. Tüb. 1827 u. fl'.
i) Parrot in Voigt’s Magaz. T. I. p. 144. Vergl. T. V. p. 63.a) Dessen Reisen. T. 11. p. 189.
3) Ein Beispiel erzählt Lc Monnier in Mem. de l’Acad. 1782. p. 650.Gilb. Annal. LV1I. p. 217. Förster über d. Wolken, p. 205.
4) Phil. Trans. XXIX. Vergl. Theorie und Gebrauch des hydro-metrischen Flügels u. s. w. von Woltmann. Hamb. 1790. 4.
5) In Phil. Trans. LVI.