sofern es auf seinem Wege diese wachsende Gcschwindig-heit noch nicht angenommen hat, nach dem Gesetze derTrägheit Zurückbleiben, und dadurch relativ gegen dieals ruhend gedachte Erde eine Bewegung von Ost nachWest erhalten, deren Geschwindigkeit v. Linden au zu Jbis 12 Fufs in einer Secunde berechnet.
i) Die Ausdehnung der Luft unter der Linie durchSonnenwärme ist von Ost nach West fortschreitend, cs folg 1 *diesem Fortschreiten die atmosphärische Luft, und gerät!'dadurch in eine fortdauernde Bewegung mit geringe''Geschwindigkeit.
c) Die allgemeine westliche Bewegung des Meeres gehtmit einem, wenn auch nur geringen, Effecte zugleich an diedasselbe berührende Luft über, wenn gleich die Ausdün-stung, welche nach v. Lindenau als spccielle Bedingungwirken soll, eben so wenig als der Umlauf des Mondes v" nmefsharem Einllusse ist.
Dafs dieser Wind blofs auf der See, an der AfricanischcnKüste 15 M. an der Americanischen erst 50 M. vom Lande ahwehet, erklärt sich leicht aus den Hindernissen, welchedas Land solchen regelmässigen Winden entgegensetzt.Höchst merkwürdig aber ist, dafs die aufsteigenden leich-teren Luftschichten einen diesem entgegensetzten West undSüdwestwind bilden, weil sie seitwärts abfliefsend ihre vo"der Erde angenommene gröfsere Hotationsgeschwindigk cltbeibehalten. So wurde 1812 die Asche des St. Vincent»des unteren Passat wind cs ungeachtet durch einen Süd-West-Wind nach Barbados getrieben 1 ), und die Weisen-den empfinden auf dem Pico von Teneriffa einen heftig 1 -’ 1 ’West und Südwest - VVind
Unter die regclmäfsigen Winde gehören vorzüglich d> cim Indischen Meere und an verschiedenen Orten periodischwehenden Moussons 3 ), auch Passatwinde genannt. SWsind aufser dem Indischen Meere vorzüglich in den Küsten-ländern Asiens und Westafrica’s, so wie auch in Brasilien,herrschend, wechseln mit Windstille periodisch ab,lassen sich aus der ungleichen Erwärmung der Lull übe'