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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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ihre Menge keineswegs stets gleich, sondern in ein-zelnen Jahren und in bestimmten Gegenden sehr ver-schieden.

Man hielt früher die Wärme des Sommers für einenothwendige Bedingung zur Bildung der Gewitter. Indefshat man in mittleren Breiten viele Beispiele der Ausnahmevon dieser im Allgemeinen richtigen Begel ’). Ein heftigesGewitter war unter andern den 31- 13ec. 1798, an der Flan-drischen Küste, am merkwürdigsten aber waren die vielenGewitter den 11. Jan. 1815 * 2 ) und die mit heftigen Stürmenbegleiteten vom 22. bis 26- Dec. 1821, als der Blitz am 23.den Leuchtthurm zu Dungencss beiRamsgate so spaltete, dafsman den Rifs zwei engl. Meilen weit sehen konnte 3 ). Nachder schützbaren Uebcrsicht von Gronau 4 ) waren in Ber-lin von 1701 — 1787 Gewitter

Im Januar ,

. • 5

Im July . .

. 383

— Februar .

. . 8

— August .

. 274

— März . .

. . 15

— Sept.

. 118

— April . .

. . 102

— October .

. 12

— May . .

. . 106

— November

. 7

— Juny . .

. . 320

— December

. 6

Gewitter entstehen im Allgemeinen dann, wenn warmeUnd feuchte Lnftmassen schnell abgekühlt werden, welchesstarke Niederschläge mit beträchtlicher Erzeugung vonElektricitüt zur Folge hat. Dafs dieses im Sommer amleichtesten slattlinde , folgt aus dem Aulstcigen der erhitztenund mit Wasserdampf überfüllten Luftmassen bis zu solchenHöhen, wo eine starke Abkühlung leicht erfolgen kann,Weswegen auch die Temperatur nach Gewittern so bedeu-tend herabzugehen pflegt. Wintergewittcr zeigen sich da-her in unsern Breiten nur dann, wenn entweder eine un-verhältnifsmäfsige Wärme herrscht (der gewöhnlichste Fall),oder wenn bei angemessener Ilälte plötzlich sehr gelindeWitterung folgt, allgemein nur bei veränderlichem und

>) liorlase nal. tust, of Cornwallis p. 13.

a) Ucnienherg in Gilbert Ann. L. 311.

3) Gilbert Ann. LXiX. j>. -133,

4) Schriften der Gesell. Wat. Fr. IX. 25.