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schnell wechselnden Wetter, ln höheren Breiten fehlen imSommer meistens die Bedingungen der Gewitter, indem diekurze Sommerzeit durch die langen Tage grofse Wärmemit Heiterkeit des Himmels herbeiführt, in den Küstenlän-dern aber, namentlich den Norwegischen, wohin die übereinem weiten und verhältnifsmäfsig sehr warmen Meere(Vergl. §. 231.) mit Wasserdampf gesättigten Luftmassenströmen, müssen Wintergewitter wegen der Mischung derlezteren mit den kälteren des Festlandes nothwendig un-gleich zahlreicher seyn. Diese Erklärung gab nach einigenschon früher bekannt gewordenen Nachrichten über dieseThatsache zuerst L. v. Buch 1 ), dessen Ansichten genaumit den ausführlichen Berichten der beiden genauen Beo- fbachter IIerzberg und Arendtz 2 ) übereinstimmen.Aehnliche Nachrichten über Kamtschatka und die Aleuti -sehen Inseln giebt Langsdorf 3 ).
Im Allgemeinen ist die Menge der Gewitter nach Zeitund Ort sehr verschieden. Am häufigsten sind sie in denTropengegenden 4 5 ). An den Küsten von Valencia und Mur-cia, so wie im Spanischen America, ist fast täglich einGewitter mit wiederkehrendem heitern Himmel s ). Nichtin allen Gegenden sind in jedem Jahre die Gewitter gleichzahlreich, sondern ihre Menge wechselt verschiedentlichbald in diesen bald in andern Districten; jedoch sind übel’ausgebreiteten Länderstrichen manche Jahre durch eine vor-zügliche Menge von Gewittern ausgezeichnet, wie sich unterandern ausCassini's Verzeichnisse der im Jahre 1778 be-kannt gewordenen ergiebt 6 ). Dafs die Gewitter in einemSommer meistens die nämliche Richtung beibehalten, mögteich lieber aus herrschenden, und eben durch die erstereflnicht blofs angezeigten, sondern zum Theil auch beding-ten, Luftströmungen ableiten, als mit Volta 7 ) aus einerdurch sie erzeugten elektrischen Disposition der Luft.
i) Gilbert Ann. XXV- p. 328.
а) Gilbert Ann. XXIX. p. 185.
3) Dessen Reisen T. II. a. v. O.
4) Azara Reisen, p. 12.
5) Gilbert Ann. VI. p. 191.
б ) Mein, de l’lnstit. T. IV. p. 511.
7 ) Gilbert Ann. LVII. p. 311.