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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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Röthe, in den Regentropfen der Regenbogen mitseinem, durch doppelte Brechung gebildeten, Schat-ten, oder Nebenregenbogen. Aehnlicbe, aber nochnicht genügend erklärte, Phänomene sind die Höfeum die Sonne und vorzüglich den Mond, imgleichendie sogenannten Nebensonnen und Nebenmonde.

Die Abend- und Morgen - Rollte ist in verschiedene»Gegenden und an verschiedenen Tagen stärker oder schwä-cher. Die Farbe wechselt vom Gelb- und Hellrolhen bi 9zum dunkel Purpurrothen, je nach der Beschaffenheit derAtmosphäre hinsichtlich der vorhandenen Dünste. Ma»erklärt die Erscheinung daruus, dals nur die st älteren rothe»Strahlen die trübe Luft duiThüringen, wenn nicht zugleichdie Beuguug der Lichtstrahlen dabei von Einllufs ist.

Der Regenbogen löfst sich leicht nach den Gesetzen derFig. 32.] Lichtbrechung erklären. Ein von der Sonne aus-gehender Lichtstrahl Sd wird in den Regentropfen prisma-tisch gebrochen, indem Sdagr den rollten, Sdbfv den vio-letten Strahl bezeichnet; tun ist die Axe des Rogens, undder Rogen kann nur wahrgenominen werden, wenn die i»verschiedenen Tropfen nach den nämlichen Gesetzen ge-brochenen Lichtstrahlen v und r sich im Auge vereinigen.Der Winkel mvf beträgt bekanntlich 4ü° Ib' der W inkelmrg aber 42° 2 ; zu dem Unterschiede beider 30' als denscheinbaren mittleren Halbmesser der Sonne addirt giebtdie Breite des Rogens = 2° 1o, bei welchem die rothe»Streifen nach Anisen, die violetten nach Innen liegen, wiedaraus nothwendig folgt, dals wir die Gegenstände dahi»setzen, wohin die aus nnserm Auge verlängerten, in dasselbelallenden, Lichtstrahlen gerichtet sind. Yergl. §. 107-Warum hierbei die Gestalt eines Kreisbogens entstehe»müsse, dessen beide Schenkel auf dem Horizonte ruhen, e* - 'giebt sich bald, wenn man die Winkel-Verhältnisse zwischender Sonne und dem Auge des Beobachters, in welches dt»Strahlen v und r fallen, als unveränderlich betrachtet, u»»dann die verschiedenen Orte der Tropfen C aufsucht, a»*denen die auf die angegebene W eise gebrochenen u»»redectirten Lichtstrahlen das Auge treffen. Hieraus folg 1dann auch unmittelbar, dafs jeder Beobachter einen vei-schiedenen Regenbogen sieht, weil das Auge eines jede»einen anderen Punct für v und r einninnnt, weswegen die stJdann auch aus einem verschiedenen Tropfen kommen niu«'