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zelnen Götterbildes vollzogen wurden, konnten nur in denselben Bräuchen bestehenwelche überhaupt bei jeder HidrysiS üblich sind. Man hatte Haus, Kultbild und Tem-pelgeräth mit heiligen Zweigen und Binden gekränzt, besprengte dies alles, vornehmlichdie Wände, Säulen und den Fußboden mit Weihewasser und räucherte den ganzenRaum aus"), während vom Volke Erftlingsgaben der Bodenfrüchte als reine Opferherzugebracht wurden Ferner finden sich nicht erst bei den Römern scenische
und andre Festspiele zur Verherrlichung des Tempelweihefestes, wie die ersten Mega-lensien bei der Einweihung des Tempels der Jdäischen Göttermutter durch JuniuSBrutus, oder die Spiele bei der des Juventaötempels im CircuS Maximus , denLucullus weihte"'^), sondern diese Sitte ist auch bei den Hellenen uralt, und es istvon Bedeutung daß bei ihnen die größesten Feste und Spiele eines Tempels nur mitder Stiftung des heiligen Hauses und Kultes zusammenhängen
Für die Römischen Tempel ist es noch bemerkenSwerth daß sie mit sehr weni-gen Ausnahmen entweder der Sühne oder des Dankes wegen gelobt und gegründetsind, was man von Hellenischen Tempeln weniger wird nachweisen können; denn wennz. B. auch die vereinten Hellenen den der Athena Areia zu Platää aus Persischer Beutegründen, so war doch dies nur eine Wiederherstellung eines schon gewesenen Bauwerkes.
Noten.
8) Attius Naevius bezeichnete den Ort für den Bau des Jupiter-tempels; vion. Nal. Ill,70. — 8orv. Vii-F. ^on. I, 446 Ilie templum 3unonij Anticzui enim uvOe» 8r>ci-g8 ila templst'aoiobant ut pri'u« per Augui-e8 Iuou8 (d. l. Iocu8 8aei-slu8) likorai etur (von allem Profa-nen) ot'ksi oturizuo: tum ilemum a kvntilicilius eoii8ocraietur, ae xv8t ikitlem 8aorn eäi-cerontui-, ote. l)ki-. V.-n-ro D. I< VI, p. 229 8pei>A. : Irino eOari templa Oicunlur ab svj;»ridu8.
9) Ein sehr lebendiges Bild freudiger Wcrkthätigkeit bei Gründung einer ganzen Stadtmit ihren Tempeln giebt ?su8. IV, 27, 3 8^«;. bei Erbauung von Messene. Nachdem der Messe-nische Führer Epiteles die vergrabenen Staatsheiligthümer des Messcnischen Landes wiedergefundenund Epaminondas durch die Scher bei den Göttern hat erforschen lassen ob ihnen die Oertlichkeitwelche die neue Messcne einnehmen solle angenehm sei, sodann das Baumaterial zubereitet und bau-kundige Männer zur Abstekkung des Planes und Aufführung der Mauern, Heiligthümcr, Straßenund Häuser herzugezogcn hat, bereiten die Arkadier die Opfer und errichten die Altäre zum Opfer-für die Schutzgitter aller beim Baue helfenden Stämme. Epaminondas und die Thebaner opferndem Dionysos und Apollen Jsmenios, die Argiver der Hera und dem Nemeischen Zeus. Die Mes-senier selbst rufen den Zeus Jthomatas und die Dioskuren an, ihre Priester insbesondere aber diegroßen Göttinnen und deren mythischen Hierophanten Kaukon; zusammen rufen sie sodann die He-roen und Heroinen, besonders den Helden Aristomencs zurükk daß sie wieder kommen und bei ihnenwohnen möchten. Nachdem der ganze Tag mit Festopfcrn und Bittflehen verbracht ist, beginnt amandern Tage die Gründungsarbeit der Mauern, Tempel und Straßen unter Abstngung alter Dori,