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Erstes Buch.
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scher Lieder mit Begleitung von Flöten. Auch Romulus errichtet erst den Opferherd und ent-zündet das Opfer ehe er die Mauern der Stadt mit der Pflugschar bezeichnet; vvist. kost. IV, 824.

Die Art und Weise der Einweihung des Baugrundes oder Platzes so wie der Legung desGrundsteines beschreibt Tacitus Ilist. IV, 53 bei Gelegenheit der Einweihung des KapitolinischenTempclbauplahcs unter Vespasian . Das Collegium der Auguren, heißt es, hatte zuerst verabredetdaß die Baustelle aufgeräumt und die Reste des verbrannten Tempels (i-eliguiae prioris steludri)in die Sümpfe abgefahren werden sollten; der Bau sei auf die alle Stätte zu setzen und zwar seier ohne die geringste Abänderung des Grundplancs wiederherzustellen, da die Götter in keine Ver-änderung willigten (lempluin Hssten, vvstibiis «isleretur; nolle steos niutaie vetei-em kormain);nur in der Höhe gestattete man eine Zugabe (sltitusto avstidus astiecla) weil dies der Pracht desvorigen Tempels gefehlt habe. Als die Abräumung geschehen war, welche nach 8ueto». Veszias. 8Vespasian mit eigner Hand begann indem er das erste Tcümmerstükk selbst auf der Schulter wegtrug,wurde an einem heitern Tage der ganze Bauplatz mit heiligen Binden und Kränzen umzäunt («pa-liuin omne «j»oi! lemplo sticadulur, evinetum vittis coroni5«iue), sodann zogen Soldaten in denPlatz welche glükkbedcutcnde Namen hatten und Zweige von glükklichen Bäumen trugen; Vestalin-nen folgtest ihnen in Begleitung von festlich geschmükkten, das Wcihewasser tragenden Knaben undMädchen deren beide Eltern noch lebten, und besprengten den Bauplatz mit lebendigem, aus fließen-den Quellen und Bächen geschöpftem Wasser (s^ua vivi» e kootibu« smnibus^ue Iisusta per-luore). Hierauf heiligte der Prätor Helvidius Priskus unter Vortritt des Pontifcx Maximus Plau-tus Aclianus den Platz durch das Opfer eines Schweines, Schafes und Stieres (also für jede derdrei Gottheiten ein Thier), legte die Opferststkke auf der Area aus und rief im Gebete Jupiter,Juno, Minerva und sodann alle übrigen Schuhgötter des Reiches an daß sie das begonnene Werksegnen und ihren Wohnsitz, der in Frömmigkeit begonnen sei, auch durch göttliche Kraft fördernmöchten; zugleich berührte er die um den Grundstein geschlungenen Bänder an welche die Seile an-geflochten waren (vitlas, guis li^atus iapis innexi^ue kunes vrant, eontigit) mittelst deren diegroßen Beamten des Reiches, Priester und Senatoren auch Viele aus dem niedern Volke den mäch-tigen Stein (saxum ingens) über den Platz hinüber zur Stelle zogen; von allen Seiten wurdenkleine Gold- und Silbermünzen so wie gediegenes Metall hineingeworfen (iniectae kunstamenli«)weil die Auguren verboten hatten das Werk durch Gold oder Gestein zu entheiligen was schon zuandcrm Gebrauche bestimmt gewesen war.

Daß der Grundstein, der wahrscheinlich unter der Schwelle der Cellenthüre lag (also dawo sich bei der Dcsignation des Auguralkreuzes Cardo und Dekumanus schneiden und die Scdes derGottheit anhebt) auch Inschriften aufnahm, führt vion. Ilal. VI, I bei der Grundsteinlegung desTempels des Dcus Fidius an-

10) Dies erhellt auch deutlich aus Die. Verr. IV, 28; die Söhne des Antiochos nehmenden in die Cella des Kapitolinischen Jupiter zu weihenden Candelaber aus Rom wieder mit weil derTempel noch nicht so weit beendet ist, um ihn erst zu der Zeit eznum sustissent «imulacinin ^ovisvz»t. AIi>x. stesticatum, wiederschikken und aufstellen zu können; vgl. vor. N.

10, a) Alacrok. 8atuin. III, II.

11) Wie bei der Weihe des Concordientempels, l-iv. IX, 46. Auf diesen Akt des Pontifexgeht auch die, wenn gleich von der Tcptsteile die sie erläutern will abgewandte Erklärung bei 8eiv.VirA. Osorßt. III, 17: l^iio conspectns in ostrv^ In ksditu ponliiieis: euius so oHiciuw sti-elt in tenipl, cansecratione sunizitui-um; ckr. VIII, N. <1 U. I,iv. II, 8.

12) 8erv. VirA. 6e»,^. III, 16 «gl). In niest!» milii Oaesar erit lemzilum^ue tene-biH Ist est !z»8i tewi>Iuinstado. Lt verbo usus est xontiLcali. Xam yul teMplum stics-