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leßung weil mit ihr eben die Geschichte und Veranlassung der Weihe des Werkes, mitder bezeichnenden Aufschrift desselben das Ehrengedächtniß seines Gebers verknüpftist, beides aber durch die Umwandlung der Form aufgehoben wird und hiermit zu-gleich ein Zeugniß der Ehren des Gottes und des Tempels wie der Geschichtschronik desStaates verschwindet^). Wo freilich die Rükksicht auf Selbsterhaltung so hart drängtewie im Peloponnesifchen Kriege, konnte Perikles eö wagen die Erklärung abzugeben:er werde nicht nur die Schatze des Parthenon und der andern Attischen Landeötempel,die Gerüche der Panathenaischen Pompa, die geweihten goldenen und silbernen Sieges-kränze, sondern selbst den vierzig Talente haltenden Goldblechüberzug des Athena-bildeö — freilich unter Bedingung einstiger Wiedererstattung — zur Ausrüstung vonHeer und Flotte, wie zur Führung des Krieges verwenden; selbst ein Angriff der Schätzein Olympia und Delphi wurde in derselben Angelegenheit in Aussicht gestellt^).
Noten.
15) Tektonik l Dd. Vorwort u. 1 Exe-, besonders aber meine Schrift über das Heiligeund Profane in der Tekc. d. Hell.
16) Vgl. l, N. 6.
16, r>) vio Lass. XXXIX, 2V wo in Bezug auf N. 19, bei den nächsten Prodigien die sichereignen nachdem Cicero sein Haus wiedergekäut hatte, die Priester jene Schrekkcnszcichcn den-noch so deuten daß die Gottheit zürne weil auf einigen geweihten Plähcn profane Häuser erbautworden seien. — Ein interessantes Beispiel der Weise göttlicher Strafäußerung wegen Profanationeines Sacrariums durch private Benutzung so wie der Unveräußcrlichkeit eines einmal den Göttern vonden Vätern gestifteten Eigenthumes, zeigt eine Sage bei Pausanias 111, 16, 3. Es gab in Sparta ein Privathaus dessen Sacrarium, von Alters her dem Dienste der Dioskuren geweiht
war; dieses kam zuletzt in den Besitz eines gewissen Phormion, welcher das Sacrarium, ohne denauf ihm hastenden Dienst der Dioskuren zu berükksichtigen, zur häuslichen Benutzung hinzuzog in-dem er dasselbe seiner Tochter zur Wohnung einrichtet. Gleich darauf erscheinen die Tyndaridenin Gestalt fremder Männer aus Kyrene , bitten den Phormion um gastfreundliche Aufnahme undwünschen dabei in jenem Raume zu verweilen in welchem sie ehemals so gern gewohnt hätten.Phormion stellt ihnen zwar sein ganzes Haus zu Dienste, erklärt aber daß sie auf keinen Fall jenesGemach erhalten könnten, weil seine noch jungfräuliche Tochter es bewohne. Jene nehmen indeßüber Nacht dennoch Besitz davon, richten es wieder zu ihrem Sitze ein und strafen am Phormiondie begangene Profanation desselben; denn am andern Tage war die Jungfrau mit ihrer gcsammtcnDienerschaft verschwunden, und anstatt deren fand man die Agalmata der Dioskuren aufgestellt undvor ihnen einen heiligen Opfertisch, der mit Kyrcnäischem Silphion belegt war.
17) Als Staatsgesctz erscheint dies bei Nareian. vi§est. 1, 8, 6, § 3: 8emel sutem aeäs«sei» knets, etiam «liiuto seiliücio locis sseermanot. Auch ein geschichtliches Beispiel beiklin. Lpist. X, 76, wo Hadrian dem Plinius schreibt: er erlaube es ihm in dem Peristyle jenesverfallenen Hauses ein Bad zu erbauen, jedoch möge er erst erkunden ob nicht vorher ein Tempeldes Claudius da gestanden habe; denn wenn dies der Fall gewesen so bliebe der Boden, auch wenn