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Erstes Buch.
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110
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der Tempel zerfallen sei, doch dem alten Heiligthume geweiht; vergl. N. 12. Daher war esauch das erste Geschäft welches Camillus nach Vertreibung der Gallier aus Rom vornahm, auf derungeheuren Brand- und Trümmerstätte die Plätze aufzusuchen wo die Tempel gestanden hatten, da-mit diese nicht mit Privathäusern bebaut und entheiligt würden; klutareb. vamill. 30.

18) Als Alkibiades angeklagt wurde mit seinen Freunden in Polytions Hause die Eleusini-

schen Sakra prosanirt zu haben, entzog der Staat dies Haus seinem Besitzer, weihte es dem Dio-nysos zur Kapelle und stellte Agalmata darin auf, kaus. I, 2, 1. Auch die Sikyonier rissen dasHaus des Tyrannen Klevn nieder und weihten den Bauplatz zur Erbauung eines Tempels, in demPausanias die Agalmata der Römischen Cäsaren sah, kaus. 11,8,1. Das Zimmer des Hausesin welchem Augustus geboren war weihte man nach seinem Tode zum Sacrarium; Sueton . Xug. 5:reAiono I^alalii.. ubi uuno saersrium badet . . . üecrolum est ut es pars üvmus conseorsre-lur; in diesem Sacrarium, wurden Codicille und Briefe des Kaisers die sich auf Familienangelegen-heiten bezogen aufbewahrt, Sueton. liber. 51. Auch das Haus zu Nola in welchem der Kaiserstarb wurde consccrirt, nach des Dio Cassius Ausdrukke, LVI, 46. Zum Danke daß sie

ihm bei Erstürmung des Capitales als schützender Verstekk gedient hatte, ließ Domitian die Woh-nung des kapitolinischen Thürhüters abtragen und baute auf deren Stätte eine Kapelle Jupiters desErhalters Mit Opfcraltare: saeellum 3ovi Oonservatori sramrzus posuit; Vacit. H,8t. III, 74.Auch das Haus auf dem Quirinal wo er geboren wurde weihte und verwandelte dieser Kaiser intewplum genti« klaviae; 8ueton. Oomik. I.

19) Clodius suchte dem Cicero das Familicnhaus auf dem Palatinischen Berge für immer

zu entziehen, indem er es, nach vio Dass. XXXVIII, 17, während Ciceros Exil gänzlich schleifte,den Bauplatz zum Baue des Tempels der Freiheit (ög ,-rwr- weihte und diesem Akte

durch einen Volksbeschluß Rechtsgültigkeit gab.'Deswegen machte man es dem Cicero auch zum Vor-würfe schnöder Habsucht daß er nach seiner Rükkehr den Bauplatz, der doch jener Gottheit wirklichgeweiht worden war, vom Volke wiedcrbegehrte, durch sophistische Hülfen Priester und Gemeindevermochte ihn für profan und nicht gottgeweiht zu erklären (vgl. N. 16, a) und sodann sein Hausvon Neuem aufgebaut habe. In der That wollte Clodius auch sogleich wieder zur Niederreißungdes neuen Baues schreiten, wurde aber vom Milo daran gehindert; vio vass. XXXIX, 20; ckr.klutsreb. 6ieer. 33. Cicero sagt zu seiner Entschuldigung freilich üe Ilar. I«8P. 6: Nesm tlomumv. ibentulus eou8ul ot zronlikex, I,. Lentulu8 Hamen Alartiali«, I>. l)lsulliu8 rex 8serorum,

6orneliu8, (). Verentius pontiüeea minvre8, vmni roligiono libvi averunl.

20) Brasidas erobert Lekythos, schleift die Stadt, schafft die Trümmer hinweg und be-stimmt das ganze Areal zum Weihebezirke der Athena; Vbue^ü. IV, 116.

20, a) 6ic. I-eAA. II, 23.

21) Auf dies Gotteszeichen zogen die Geomoren das Vermögen des Besitzers ein, erklärtendie Brandstätte für ein Abaton und nannten sie Embrontaion; vioüor. kraßm. VIII, 17.

21, a) 8uet. vomit. 8.

22) Wie allein schon jene Geschichte mit den Dachziegeln die Flaccus vom Tempel der JunoLacinia genommen hatte um damit das Dach des neugebautcn Tempels der Fortuna Virilis zu dek-ken, deutlich beweist, Vsl. Alax. I, 20; nach Liv. XL, 3 u. 10 verstand sich nicht einmal Jemanddazu sie aufzulegen, sie muffen wieder nach dem alten Tempel zurükkgeschafft werden.

22, a) lacit. Vi8t. IV, 53. In grellstem Lichte zeigt sich diese Rükksicht bei Herstellungdes mit gcheimnißvoller Scheu umgebenen Poseidontempels bei Mantinca, bei dessen Umbauung dievon Hadrian angestellten Epopten dafür sorgen musten daß von den Trümmern des alten Heilig-thumes nicht das Mindeste hinweggenommen wurde; ksus. VIII, 10, 1.

23) N. 9.