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24) Als dieser rohe Anakte mit den Byzantiern, deren Stadt er lange und mit schwererVerwüstung heimgesucht hatte, endlich einen Friedensschluß einging, so stellten es die gebeugtenStädter dennoch als erste und vornehmste Bedingung des Vertrages, daß ihnen der König die vonden Tempeln hinweggesührlen geweihten Bausteine, Hölzer und Dachziegeln wieder zurükkgebe,kol^b. IV.
24, s) kol^b. I'rsFw. 31.
25) Alexander der Makedonier weihte die mächtige hängende Lampe welche er bei der Zer-störung Thebens aus dem Tempel des Apollen nahm, wieder in den Tempel desselben Gottes zuCyme (?) und Plinius kannte sie zuletzt als im Palatinischen Tempel des Apollen befindlich; klin.II. IV. XXXIV, 8
26) Dies ist indessen nicht so zu verstehen daß sie alsdann zu beliebigem und prvsanem Ge,brauche verwandt werden dürfen, sondern sie bleiben ein beständiges Eigenthum der Gottheit, wer-den nur außer Gebrauch erklärt und als erübrigtes Tempclgut aufbewahrt. War mit ihrem frühernGebrauche im Tempel ein gewisser Standort verknüpft, so verloren sie mithin diesen, musten jedochstets in den Tempelräumen zurükkgeseht verbleiben. So unter Andern der erzene Dreifuß bei?su8.V, 12, 3 (siehe II, N. 8b) welcher im Pronaos aufgestellt wird, als an seine Stelle in der Cellaeine chryselephantine Trapez« trat. Ein interessantes Beispiel hierfür giebt vio vass. I>I,22, wo nachdem Willen des Augustus durch ein Priesterconsult alle Kultgeräthe des Jupiter, der Juno und Mi-nerva im Capitolinischen Tempel für abgebrauchte Waare erklärt und entweiht wurden, damit Augu-stus an deren Stelle die prachtvollen Gerälhe aus der Aegyptischen Deute sehen konnte. WelcherTausch das gewesen sein mag kann man daraus abnehmen daß Cleopatra die kostbarsten goldenenund silbernen Geräthe aller Aegyptischen Tempel in ihrem Schatze vereinigt hatte; I. e. 1>I, 17.Wahrscheinlich wurden die alten Geräthe in den kavissss des Capitales geborgen; vgl. II, N. 9 a.
27) Schon unter II, N. 8 b u. c sind Beispiele hiervon gegeben; besonders ist aber die,dort unter N. 9a gegebene Stelle aus Ovill. Hlotamorpb. X, 691 hierher zu ziehen. Auch Pau-sanias 1,27,7 sah eine Anzahl alter vom Feuer halb vernichteter Bilder der Athena die in der Akro-polis von Athen aufbewahrt wurden.
28) Die Unberührbarkeit eines solchen geweihten Geräthes wie eines jeden Anathema er-streikt sich wie gesagt auch auf die Unveränderlichkeit in seiner Form; sie müssen so bleiben wie sie ge-weiht sind und dürfen weder verändert werden noch durch Einschmelzen ihres Metalles die Form undAufschrift verlieren. Über eine solche Versündigung letzterer Art die frecher Weise Androtion an denehrwürdigen Geräthen und Weihewerken im Parthenon beging, eifert Demosthenes in seiner meister-haften Rede gegen denselben mit den heftigsten Ausdrükken, und es ist diese Rede grade deshalbso wichtig weil aus ihr erhellt: wie man sich sehr wohl bewust war daß mit einer solchen Vernich-tung und Umwandlung der ursprünglichen Form der Anathemata, auch die historische Erinnerungvernichtet wurde die sich an ihre Hidrysis knüpfte, indem auch die Aufschrift des Werkes welcheden Geber und die Veranlassung der Stiftung anzeigte, mit diesem wenigstens aus der Tempclchro-nik verschwindet (II, N. 8), wogegen umgekehrt mit der Existenz der kleinsten Votivgabe die Er-innerung ihrer Sliftungscreignisse wenn auch nur in der Tradition stets fortlebt; dieser Gedanke istes daher den Demosthenes von andern Anathematen auch auf die Kultgeräthe des PanathenäischenFestes, rrottTrxr«, ausdehnt, welche auf den Vorschlag des Androtion eingeschmolzen und vermünztwerden sollten um den Athenern aus der Geldnoth zu helfen. Den Angriff der Anathemata undder Geräthe bezeichnet der Redner als das schändlichste Verbrechen welches ein Mensch jemals be-gangen; von den letztem Gegenständen sagt er: „betrachtet man die goldenen Geräthe als eineAusstattung des Tempels, so hat Androtion die Tempel beraubt; betrachtet man sie als Geräth-schaften die zur Verrichtung der Sakra unentbehrlich sind, so muß man gestehen daß er sich an der