Band 
Erstes Buch.
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saheö für die endlich abscheidende Gottheit herauskehrt. Lange Zeiten hindurch züchtigtePoseidon die Argiver dafür daß sie ihm die göttlichen Schuhrechte entzogen und andie Hera übertragen hatten, bald durch Überschwemmung der Argolischen Ebene mitden salzigen Wogen des Meeres, bald durch Versiegenmachen derjenigen süßen Fluß-wasser und Gebirgsbäche deren Gottheiten in der Streitsache gegen ihn entschiedenhatten, bis ihm endlich als Sühne ein neues Tempelhaus an dem Orte gegründetwurde den er durch ein Zeichen selbst bestimmte 06). Noch bedeutungsvoller hierfür er-scheint jener mythologisch so merkwürdige und in seiner Wichtigkeit noch kaum erkannteausdauernde Streit zwischen den Zeussöhnen Apollon und Herakles über die Delphi-schen Sacra; ein Streit in welchem endlich die Olympischen alle vermittelnd eingreifenmusten um ihn damit zu beenden daß Herakles zur vollkommenen Restitution der Apol-linischen Sacra die er gewaltsam nach Pheneoö verseht hatte, genöthigt wurdeEine religiöse Anschauung also für die sich im Mythos eines Geschlechtes solche Vor-bilder abspiegelten, muste bei ihm wohl als heiligste und unverbrüchliche Kultsahung her-austreten. Milder spricht sich dies Verhältniß in der Sage aus daß Götterbilder, wennsie wider ihren Willen aus dem Sihe geführt und in einem andern ihnen geweihten Tem-pel aufgestellt sind, ohne Weiteres den lehtern wieder verlassen, in ihr altes Heiligthumzurükkehren und alsdann die mit ihnen übersiedelten Priester und Heiligthumsdienerebenfalls zur Rükkehr nöthigen o"). Umgekehrt entfernen sie sich so bald sie nicht mehrin ihrem Sihe verweilen wollen, trotz aller Anstrengung sie zurükkzuhalten, und der erzeneKoloß des Zeus Dis zu Sinope eilte ungeachtet der seinen verschlossenen Tempel umgeben-den Menge Volks, auf das Schiff der Ptolemäischen Gesandten welches ihn nach Alexan-dra in sein neues Heiligthum führen sollte 08 ). Es findet sich auch wohl daß die Göttergewisse Bedingungen stellen nach deren Erfüllung sie sich erst entschließen ihre Stätte zuverlassen, wie jene Vejentischen Schutzgötter welche nur dann aus Veji weichen undnach Rom wandern wollten sobald erst die Römer den Albanischen See in die Felderwürden abgeleitet Habens. Wenn daher die Römer im Begriffe waren das Schutzbildeiner gewonnenen Stadt mit seinem Kult nach Rom überzuführen, so fragten sie das-selbe erst ob es auch mit ihnen gehen wolle, worauf denn in allen Fällen ein freund-liches Ja nicht ausblieb 40).

Anders und eigenthümlich stellt sich das Verhältniß sobald eine Stadt oder einekleine Landschaft, sei es aus freiem Entschlüsse oder durch Gewalt genöthigt, sich einemgrößer« Staate als Demos anschloß; in diesem Falle wird solcher Stamm unter denSchutz der Landesgottheit des größer» Staates gestellt. Hierbei drükkt sich nun sein An-theilrecht an der neuen Stammgenossenschaft darin aus, daß ihm gleiche Theilnahme anden Sacra der Schutz- und Nationalgottheit der Metropole, wie überhaupt der Genußaller mit der Metoikia sonst verknüpften Staatörechte werden, wogegen die Bürger der