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Erstes Buch.
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Motropole gleichen Antheil an dem Kulte der Landeögottheit der Synoikenstadt ge-winnen, indem dieser nun ihren Staatskulten einverleibt wird. Dagegen wird dasAbhängigkeitöverhältniß von der Metropole und dem Stamm-Kulte derselben da-durch bezeichnet daß die Synoikenstadt ihr eigenes Schuhbild und dessen Kult nachder Metropole übersiedeln und deren Schuhgottheit auf diese Weise ihre SacraUnterthan machen muß. Dadurch wurden die Synoiken genöthigt die vornehm-sten Feste ihres angestammten Kultus hier zu begehen. Das Verhältniß derMetoiken wurde an den Festen der Metropolitangottheit durch allerlei Ehrenfrohn-dienste angedeutet zu welchen sie den andern gegenüber verpflichtet waren, unddurch welche man sie stets daran erinnern wollte welche Vorrechte den Eupatri-den oder Eugeneten als ursprünglichen Trägern des Landeskultes verblieben. Zusolchen Diensten gehörte in Athen der Brauch daß die Töchter der Metoikenden athenischen Frauen in den Pompen an den Panathenäen Schirme und Ses-sel nachtragen musten; auch scheint es als wenn niemals aus den Metoikentöch-tern die Arrhephoren des Athena Polias-Tempels gewählt werden durften. Füreine solche Uebersiedelung des Landeskultbildes durch freiwillige Synoikia zeugt dasBeispiel der Eleuthereer, welche sich aus Haß gegen die Thebaner den AttischenDeinen einverleibten, damit aber zugleich ihre Selbständigkeit in so fern aufga-ben, als sie eben das Bild und die Sacra ihres Dionysos nach Athen übersie-delten; und wenn auch, da sie doch nicht ohne Sacra sein konnten, ein Abbilddesselben im alten Tempelhause zurückgelassen wurde, so war dadurch doch der ur-sprüngliche Kult zu einem bloßen Filiale herabgesunken Vielleicht ist der

kleine Tempel des Dionysos Eleuthereus zu Athen den Pausanias sah, hierauf zubeziehen und in jener Pompa mit dem Bilde des Gottes das Jahreöfest seinerUebersiedelung von Eleutherä nach Athen dargestellt

Ein sehr lehrreiches Beispiel für die Weise der Uebersiedelung von Göt-terbildern mit ihren Sacra, Tempeln und Kultstätten bietet die Gründung vonMegalopolis. Als die Bürger aller einzelnen Arkadischen Städte auf AnstiftungThebens hin den Beschluß faßten sich zur Synoikia zu vereinigen und Megalo-polis zu bewohnen, widerstrebten nur wenige, die meisten gründeten in Megalopo-lis Tempel und Heiligthümer für ihre väterlichen Götter und übersiedelten derenBilder und Sacra dorthin. Und daher die merkwürdige Erscheinung daß in Me-galopolis Nachbilder oder Abbilder von fast allen Heiligthümern des Arkadischen Lan-des entstanden, in Folge deren die ursprünglichen Kultstätten in Filiale verwandeltwurden welche von den nach Megalopolis verpflanzten Heiligthümern abhingen.Daß unter diesen Synoiken auch die Phigaleer waren, beweist deren Apollo» Epi-kureios, welchen sie nebst seinem Tempel zu Bassai doch wenige Olympiaden vor-

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