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her erst gestiftet und geweiht hatten; denn Pausaniaö sah ihn in Megalopolis vordem nachgebildeten Hieran des Lykäischen Zeus aufgestellt^), und wenn gleich die-ser Perieget sagt das Bild sei rp" ?rö-.xt hierher geführt, so hatte
doch die Übersiedlung wohl die tiefere Bedeutung der Synoikia welche oben angegeben ist.Gegen die wenigen Städter welche dieser Synoikia widerstrebten, die mit ihrem Siheihre staatliche Selbständigkeit und die väterlichen Heiligthümer bewahren wollten, be-gannen die Megalopoliten Gewalt zu brauchen; gegen die Stadt der Lykosureer getrau-ten sie sich indeß nicht hart zu verfahren weil diese ihr uraltes ehrwürdiges Heiligthumder Demeter und Despoina schützte das die Arkader nicht anzutasten wagten, daher bliebauch die Stadt in voller Selbständigkeit; mit Trapezus dagegen wurde schonungslosverfahren, man nahm die Stadt nach heftigem Widerstände und führte deren heiligsteGötterbilder nach Megalopolis, die Trapezuntier aber entflohen nach ihrer alten Tochter-stadt Trapezus am Pontos und wohnten von nun an dort^o-ä).
Daß bei allen solchen Kulten und Bildern welche örtlich verpflanzt werden dieForm und räumliche Einrichtung des Tempels den man ihnen in der neuen Heimathgründet von Bedeutung und, weil sie innig mit den Kultgebräuchen verwachsen ist, demverlassenen Tempel gleich, ja lehterer dem Vorbilde sogar in örtlicher Lage entsprechend seinmuß, versteht sich von selbst; zumal schon die Lage des ursprünglichen Tempels, je nachdem Wesen und der Kultobservanz der in ihm verehrten Gottheit, eine bedingte war wiedies unter Andern aus jenem Tuökischen Auguralgesetze bei Vitruv hervorgeht^'); undwenn schon für die Aphidrysis eines KultuSbildeS die durchaus treue Wiederholung derTempelform des Prototypes verlangt wurde, so muste dieses für die Verpflanzung desUrbildes selbst noch weit mehr gelten^); daher erschien Hera auch selbst ihrer Prieste-rin Admete auf Samos und gab derselben die Form ihres neu zu gründenden Tempels
an 43).
Indeß wurde nicht für jedes aus der Fremde gebrachte Götterbild und dessenSacra, seien sie nun auf dem gewaltsamen Wege der Eroberung und durch Evocatio,oder durch friedliche Uebereinkunft gewonnen, ein besonderer Tempel gegründet, sondernnur für die Gottheiten deren Sacra man zugleich mit dem Bilde annahm, und die alsporeFrina 53crr>44) den Staatökttlten einverleibt wurden. War letzteres nicht der Fall,betrachtete man ein erobertes Bild nur als ein heiliges Tropaion, so wurde eö im vor-nehmsten Tempel des Staates aufgestellt, wo es entweder in den Seitenportiken desCettenraumes oder im Pronaos seinen Platz fand 4-).