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sich bemerkbar macht; es sahen die Delphier ihre Landesheroen Phylakos, Laodokos,Hyperochos und Pyrrhos ihrer Schaar schrekkenverbxeitend gegen die andringendenMeder und eben so gegen die Gallier vorkämpfen 69); Sosipolis erschien den Eleernzur Hülfe gegen die Arkader in Gestalt einer Schlange^), es schützte gleicherweise derSalaminische Heros Kychreuö die Flotte der Hellenen bei Salamis in derselben Ge-stalt und der Ortsheros Echetlaios kämpfte mit der Pflugschar die Perser bei Ma-rathon nieder^",»). Aus dieser Ansicht fließt der uralte Brauch die Bilder oderSigna solcher Schutzheroen des Landesherdes aus dem Staatsheiligthum mit dem Heerein die Feldschlacht zu entsenden, um ihrer Gegenwärtigkeit und Hülfe von vorn hereinversichert zu sein; denn wie jedes Sparkiatische Heer beim Auszuge aus Sparta , außerdem heiligen Feuer des Pyrphoros, das aus zwei Balken und zwei Querhölzern bestehendeSignum der Dioskuren mit sich führte 'H, so hatte bei den Epizephyrischen Lokrern Aiasdes O'ileuö Sohn seinen besondern für ihn leer gelassenen Platz in der Heerreihe^), einGedanke dem die Athener aus der Oeneidischen Phyle in der Schlacht bei Tanagra nach-kamen als sie die Rüstung des abwesenden Kimon an seinem Platze in der Schlachtreihetrugen '3). Zu solchem Beistande, wenn er besondere durch einen Gottesspruch gebotenwurde, verleiht daher auch wohl ein Stamm dem andern die Bilder seiner Schutz-heroen; es sandten die Aegineten den Thebanern und auch den Hellenen vor Salamisihre Aiakiden, die Spartiaten den Lokrern ihre Tyndariden als Hülfsstreiter?*). Indeßerscheint die Gottheit auch ihren eignen Verehrern zornentbrannt wenn diese selbst ihrHeiligthum entweiht haben; die Archonten der Sybariken sahen Hera nach dem Mordeder Krotoniatischen Gesandten in der Nacht mitten auf die Agora der Stadt schreitenund einen Strom schwarzer Galle auf den Platz speien^-"). Endlich fließt aus die-sem durch das ganze Alterthum hindurchgehenden Glauben daß Numen und Bild derGottheit unzertrennlich vereint seien die Sitte, das Bildniß oder irgend ein Attributeines Schutzgottes beständig bei sich zu tragen^), also der Aberglaube an Amuleteein Brauch der indeß, sobald er besonders das Bild eines Gottes angeht, von denstrengen Pythagoräern stets gerügt und für eine Entweihung und Beflekkung des Hei-ligen erklärt wurde??).
Außer der anthropomorphischen Darstellung der Götter selbst und außer demfestlichen Herumführen ihrer Bilder, von dem weiterhin die Rede sein wird, sind es aberbesonders zwei Umstände welche dazu beitrugen diesen Glauben an Theophanie bei denAlten zur Überzeugung werden zu lassen, und die hier erwähnt werden müssen weilsie ein keinesweges noch recht genutztes Moment in der Erklärung von Tempelskulpturenund hieratischen Darstellungen überhaupt bilden.
Die hierauf einflußreichste Sitte ist zunächst die, daß Priester und Priesterinnenbei Ausübung ihrer Amtsgeschäfte stets als irdische Stellvertreter und Herolde ihrer