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Erstes Buch.
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Gottheit erscheinen und deshalb im Kostüme und mit den Attributen derselben auftreten.Wenn anch nicht eine Menge andrer gewichtiger Zeugnisse dies bekräftigten^-»), so wür-den als Beweis hierfür schon die Worte DiocletianS sprechen mit denen er die Herrschaftniederlegte nachdem er als Alytarch, im Kostüme und mit den Attributen des OlympischenZeus angethan, die Olympien zu Antiocheia geleitet hatte:nun entsage ich der Herrschaftdes Reiches, denn es hat die Gestalt des unsterblichen Zeus mich umkleidet"'^, einWort welches nur den rechten Sinn gewinnt wenn man bedenkt daß Zeus eigentlichselbst als Siegskranzverleiher angesehen, seine Stellvertretung daher als höchste derEhren gedacht ist die einem Menschen werden könne. Zum andern wirkte hierfürdie mimisch-dramatische Darstellung der Göttermythen bei welcher diejenigen denen dieRollen der Götter, Heroen und Dämonen zugetheilt waren, ebenfalls ganz und gar indem einmal für diese Wesen festgestellten Kostüme auftraten; ist nun aber die Aufführungdieser mythischen Dramen so alt als der Ursprung der Mythologie und der Götterkult derHellenen ^), so erklärt sich aus allen diesen sehr wohl wie es möglich war daß Personen,solchen Glauben benutzend, bloß in der Kleidung von Göttern erscheinen durften umin so arger Weise täuschen und solche Handlungen begehen zu können wie sie nurdann möglich waren wenn man dieselben eben wirklich für göttliche Wesen hielt; dennwenn König Archidamos um den Muth seiner Spartiaten zu erheben des Nachts zweiberittene Jünglinge mit glänzender Bewaffnung ausgestattet um den Altar herumreitenläßt und die Spartiaten wirklich glauben macht daß die Dioskuren seien welche sichleibhaftig als Mitstreiter eingefunden hätten ^), wenn eben so jene zwei MessenischenJünglinge Panormoö und Gonippoö als Kastor und PolydeukeS angethan am hellenTage in das Lager der Lakedämonier reiten als letztere eben das Fest der Dioskurenfeiern, und von ihnen als solche zum Opfer kommende Götter durch Niederfallen verehrtwerden, obgleich doch viele von ihnen unter den Speeren der beiden Reiter fallen t"),wenn endlich die Aitoler von Pallene nur deswegen im Schrekken entfliehen als siedie Priesterin der Athena im Waffenschmukk der Göttin aus dem Tempel treten sehen,weil sie glauben letztere erscheine selbst als Kämpferin^), so sind schon diese Zeugnisseallein hinreichend die ausgesprochene Ansicht zu erweisen. Wie hätte sonst auch derschlaue Peisistratos auf den Gedanken kommen können sich von der schönen als Athena gekleideten Phya in die Akropoliö einführen zu lassen, wenn er nicht voraussetzen mustedaß der Athenische Demos in dieser Gestalt eine mehr als gewöhnliche Erscheinungsähe? konnte ihm bei dieser Demonstration ja doch nur die Absicht unterliegen:den Athenern zu zeigen was für ein Heiligthum und eine Macht er mit Gewinnungdes Poliastempels in seine Hände bekommen hattet»).

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