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und im Privathause ausgeübt; daher sagt ein Grammatiker sehr gut: „Plynteriasind so genannt weil nach dem Tode der Agraulos (der auf den Kallynterientag fiel)die heiligen Kleider einen ganzen Eniautos (hindurch) nicht gewaschen worden seien"
Photios^2) stimmt damit überein, sagt jedoch bloßr«s und bezieht es also auf alle Kleider überhaupt ,,und so
gewaschen aber haben sie Plynteria geheißen", woraus sich ergiebt daß dieses Fest der hei-ligen Wäsche überhaupt Plynteria geheißen habe. Wenn man aber ein Kleid zur Verrich-tung von Sacra bereit machte, ein neues oder neu gewaschenes Kleid anlegte, sowar dies ein Beweis daß die Trauer beendet war und man sich anschikkte zum Opferund Feste der Olympischen Götter zu gehen, önä oder vko-r-.v^r
FkOts wie Pollupsagt, daher konnten die Plynteria, an denen man dasneugewaschene reine Kleid anlegte, erst nach den Kallynteria kommen. Wenn mandiese Plynteria also mit Unrecht auf die Kleiderwäsche des Bildes bezogen hat^'H,so war dies deswegen falsch, weil dasselbe an diesem Feste mit dem neu gewebtenPeploS bekleidet wurde, der also der Wäsche nicht bedurfte. Andere Kleider aber hattedasselbe nicht, selbst nicht einmal eine übergeworfene Aigiö; denn nicht nur zeigenalte kleine Idole die in Athenischen Gräbern gefunden sind die Göttin thronendmit einer großen Gorgolarve auf der Brust am Peploö, es geht auch aus der Ge-schichte daß Themistokles beim Aufsuchen des unterwegs verloren gegangenen Gor-goneion vom Agalma der Göttin eine Menge Geld unter dem Geräthe verstekkt gesundenhabe hervor, daß das Gorgoneion abnehmbar und sicher von Metall gearbeitet war; fürdie sihende Stellung des Bildes aber spricht es daß auch ihre stellvertretende Prie-sterin den König Kleomeneö thronend in der Cella neben der Gottheit empfing. Dar-aus endlich daß das Bild jährlich einen neugearbeiteten Peploö erhielt, gehthervor daß man den alten nicht wieder zu seinem Kostüme anwenden durfte, unddieser in der That auch durch den Staub und das vom Holzbilde eingesogene Ölso wie durch die täglichen Sprcngweihen des KatanipteS im Laufe des Jahresverbraucht und verdorben sein muste. Anderer Seitö muste auch mit dem Au-genblikke an welchem das Bild unrein ward, alles was an ihm dem Begriffe nachirdisch war, vernichtet werden, gleich wie der Reinigung des Bildes auch nur derGedanke unterlag daß es ein neuer geweihter Körper sein sollte auf den sich das Nu-meri der Gottheit bei ihrem Wiedererscheinen Herabsenken und in welchem dasselbe woh-nen wollte; die Athena erstand eben so mit einem verjüngten Leibe wie die Hera zuArgoö nach ihrem Reinigungsbade im Quelle Kanathoö. Wie an den Kallynteria dieEntkleidung des Bildes vor sich ging, so schloß sich an die Plynteria wahrscheinlichdie Einkleidung desselben am 27 an.