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Erstes Buch.
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ist darf nach dem Worte der Alten das Reine nicht berühren^). An dem Festtage derPlynterien, als dem allertraurigsten Tage der Athener an welchem ihnen das unglükklichsteZeichen, der Weggang ihrer Schutzgottheit wurde, muste das aber wahr sein wasHippokra-teö^v) sagt: daß man bei guten Zeichen die Olympischen, bei bösen aber die abwendendenGötter («7rortto-7«ior, die Erde und die Heroen, also die Chthonischen angerufenhabe. Daher wird an solchen Tagen keine festliche Pompa ausgerüstet^'), auch ist derOpferbrauch ein dem gewöhnlichen ganz entgegengesetzter; denn während man sonst denOlympischen nach Osten zu opfert, wenn deren Tempelcellen und Bilder nachMorgenauf-gang schauen, werden jetzt die Opfer nach Abend hin ausgegojsen, es sind alle Cellen derUnterirdischen und Heroen auch wenn sie den Cellen jener Gottheiten angebaut sind, nachWesten gewandt, eben so auch ihre Bilder; in baulichem Bezüge war also das Irdische undSterbliche wie Plutarch 222 ) sich auödrükkt, gleichfalls dem Göttlichen entgegengesetzt. Dasmusten in der That wohl unglükkliche und traurige Tage für die Gemeinde sein an welchendem Glauben der Hellenen und Römer nach die nichtigen Schatten der Heroen die Luftdurchirrten^) und nach Sühnung verlangten, an denen man nur die Unterirdischen anriefund kein Olympischer ein Unglükk schützend abwehren konnte, weil ihre Tempel dem Zu-tritte verboten, ihre Bilder verhüllt waren. Daher verbringt man sie auch in trüberRuhe und Unthätigkeit, es liegt ein trauriger düsterer Ernst auf der ganzen Gemeinde,alle Staatsverhandlungen, Volksversammlungen werden eingestellt und es sind die nelästi(lies die Tage welche der Römische Staatökalender durch I). v. /V. verzeichnet, an denenalso der Prätor kein llo Oico^ilclico auösprechen darf22H. Wie bei StaatSverhandlun-gen so enthalt man sich auch im häuslichen Leben und in der Familie jeder Äußerungder Freude, denn jedes außergewöhnliche Ereigniß wird als Unheil verkündend, jedeThat zu der man sich unwillkürlich genöthigt sieht als Verderben nach sich ziehend

betrachtet, Iioc nelgzti, c^uibu5 ciiebuz 63 §356 IU5 HON 65t, 6t 51 lgti 5Ulit, jZi3-

culum 65 t 22 -), heißt es zu Rom im Gegensatze zu den l35ii cli68 an denen cerm verlmlegitima 5I1I6 jiwculo pr36toribu5 licet suri; gleicherweise können die Hellenen von densagen daß an ihnen keine Ekklesia und keine Richterstätte in irgendeinerThätigkeit sei 226 ). Ais daher Alkibiadeö durch Aufhebung des Fluches von Seiten derEu-molpiden aus dem Banne gelöst, in Sehnsucht nach dem Vaterlande aber uneingedenk desPlynterienfesteS sein festlich gekränzteS Admiralschiff mit hurtigem Ruder in den PiräeuSeinführte, betrübten sich die harrenden Freunde über die ungelegene Zeit und das für Alki-biades böse Omen, und dieser, so scheint es, ging nicht von Bord bis ihn seine Freundeim Verein mit dem Volke beruhigt hatten 22 '). Wenn es bei dieser Geschichte übrigens un-erklärlich ist wie Alkibiadeö und seine mit ihm ankommenden Genossen als geborne Athe-ner diesen Tag vergessen konnten und die Ankunft nicht noch um einen Tag verzöger-ten, so zeugt sie andrerseits dafür daß dem traurigen Plynterientage ein froher festlicher