Band 
Erstes Buch.
Seite
182
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bis die Anrufungen der Unterirdischen und Verborgenen aufLemnoö schwiegen, weil sonstdie Reinheit ihres Feuers beflekkt war, daher blieb sie Angesichts der Insel auf der Höhedes Meeres schweben wenn sie noch vor dem Ende der Feier anlief; landete sie end-lich so wurde von ihrem Feuer durch die ganze Insel vertheilt, geweihte Opfermahleerquikkten jedermann, die Herde flammten von reiner Flamme belebt auf, alle Erzarbeiterregten die Hammer der Werkstätten wieder und die Lemnier sagten: sie beginnen von nunan ein neues Leben, r» /Nor- ^«<7^ 2-^), Asg die Hellenen nach

der Schlacht bei Platää das große Todtensühnfest zum Gedächtnis der Gefallenen begehenwollten, wurde das Feuer in ihren Lagerzelten wie das aller Herde in Hellas für unreinerklärt, gelöscht, und man fastete; nachdem sich hierauf das Heer mit Myrte bekränzthatte, wurde dem Zeus ChthonioS und Hermes PsychopompoS ein schwarzer Stier überdem Scheiterhaufen in die Grube geschlachtet, und man ladete die Manen der Tapfernwelche für Hellas Freiheit auf dem Platäischen Gefilde im Kampfe erlegen waren zumBlutrrunke ein. Nach so beendeter Sühne durfte man jedoch dem Olympischen ZeusEleutherios, dessen Altar schon vorher errichtet war, nicht früher das Opfer schlachten unddas gemeinsame Festmahl nicht eher genießen bis Euchidas mit dem reinen Feuer,

5rü§, vom ewigen Herde in Delphi herbeigekommen war^3). Auch dasTodtenfest des Apol-lo» Hyakinthoö zu Amyklä feierte man bei Fasten, und wie am eben erwähnten Platä-ischen Todtenfeste die Myrte so wurde hierbei als gleiches Symbol der Epheukranz getra-gen'^). Was die Speisen betrifft welch» man an diesem Fasttage genoß so scheinen sieauch klar zu sein; sie bestanden aus getrokkneten Früchten, in Athen vielleicht aus gepreß-ten Feigen die man auch in der Pompa, Hegeteria genannt, zur Schau führte^'").Auf diesen Genuß getrokkneter Früchte als Fastenspeise beim Todtenkulte weist auch dieRömische Sitte hin, Nichteher nova; Huges zu speisen und für puru» zu gelten bevor mannicht am Todtenfeste selbst den unbeerdigt gebliebenen Angehörigen die praecnlanea porcageopfert hatte von den Hyakinthien zu Amyklä welche am ersten Tage mit Trauerund Fasten gefeiert wurden sagt PolykrateS :

235 ).

Diese Sitte an den Tagen des allgemeinen wie jedes besondern Trauer- undTodtenfesteS die profanen Herdfeuer, mit Ausnahme derjenigen Fakkeln welche alsstri bei dem Todtendienste genutzt werden, zu löschen und nach vollendeter Feier durchreines Feuer zu ersehen, geht durch ganz Hellas. Die Argiver löschten das Feuerwelches sie zur Verrichtung der Sacra des Hermes PsychopompoS gebraucht hatten, alsund entzündeten das reine Opferfeuer alsdann wieder mit der Flammedie ihnen der Priester aus dem Heiligthume des Apollen (wahrscheinlich des Lykios zuArgos) in welchem ein ewiges Feuer brannte, mit einem Stükke geweihten Opferfleischesübergeben hatte, zum sogenannten Enknisma^s,»).