XI
weniger Wesentliche ist Übergängen. Nur ein praktischerGeometer kann eine praktische Geometrie schreiben.
Mayers praktische Geometrie ist schätzbar wegen ihrerVollständigkeit. Man wird selten in ihr etwas vergeb-lich suchen. Man hat drei Auflagen von ihr. Vielleichtkann man zweierlei an ihr tadeln. Als praktische Geo-metrie ist sie für die gewöhnliche Landmesser zu gelehrt,und gerade für diese muß man schreiben. Auch gebrauchtder Landmesser auf dem Felde nicht die Hälfte von dem-jenigen was sie enthält. Dann ist die Geometrie nichtmit dem Zeitalter fortgeschritten — sie ist da stehen ge-blieben , wo die praktische Geometrie im Jahr »777 stand,und wo eine Genauigkeit, die bis auf 2^ ging, schonalles mögliche war, was man glaubte erreichen zu kön-nen. Es war damals noch keine Gradmessung bekannt,deren Genauigkeit bis auf ging. Jetzt wird vonden Oberlandmessern bei einer bloßen Landesvermessungschon eine solche Genauigkeit gefordert. Die Lehren vomHöhenmesser» mit dem Barometer und die voM Schall-messen sind in ihr noch in derselben Unvollkommenheitwie sie vor 3 o Jahren waren.
Die Schrift von Bohncnberger über geographische Orts-bestimmungen , kam i7<)5 heraus. Sie war die erste inder man alles beisammen fand, was sich hierauf bezieht.Sie war die erste die eine genaue Abbildung und Be-schreibung des Sextanten gab, und hat viel zur Verbrei-tung