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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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313
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führten Lehrsatzes finden, weil keine bekannte Seite einembekannten Winkel gegenüber steht, und auf dieses Ge-gcneinanderübcrstehen kommt alles an, da beide Lehrsätze,sowohl der in der ebenen als der in der sphärischen Tri-gonometrie hierauf beruhen. Man muß dann zu der Tan-gentcnformel des zweiten Lehrsatzes seine Zuflucht neh-men , weil bei dieser es nicht auf das Gegeneinanderüber-stehen der gegebenen drei Stücke, sondern auf das Ne-beneinanderliegsn ankommt. Den Satz für die Tangen-ten haben wir in der ebenen Trigonometrie in §. 11. an-geführt , und mit ihm den vierten Fall aufgelöst. (Wennein Winkel und die beiden anliegenden Seiten gegebensind.) Den ähnlichen Satz für die Tangenten haben wirin der sphärischen Trigonometrie tz. 22. angeführt, undwir werden jetzt mit ihm alle Fälle auflösen, wo entwederalle gegebenen Stücke nebeneinander liegen, oder aber,wo dem Gesuchten nichts Bekanntes gegenüber liegt.

6 ) In der ebenen Trigonometrie gilt der zweite Lehr-satz für alle Dreiecke, ste mögen rechtwinklig oder schief-winklig seyn. Hingegen gelten der erste und zweite Lehr-satz in der sphärischen Trigonometrie nur für rechtwinkligeDreiecke. Wir können also mit ihnen nur rechtwinkligeDreiecke auflösen, und wenn wir fchiefwinklige haben, somüssen wir diese vorher in zwei rechtwinklige verwan-deln, indem wir aus einer Spitze derselben einen senk-rechten Bogen auf die gegenüber stehende Seite fallenlassen.

Die meisten Dreiecke, welche in der Trigonometrievorkommen, sind indeß rechtwinklige, weil die größtenKreise, welche gewöhnlich gebraucht werden , fast allesenkrecht aufeinander stehen. So stehen z. B. alle Hö-hen-