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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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315
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3 ) Bei der Auflösung eines rechtwinkligen sphärischenDreiecks hat man nur darauf zu sehen: ob unter den dreigegebenen Stücken zwei einander gegenüber stehen, oderaber, obste alle drei nebeneinander liegen. Einer vonbeiden Fällen muß nothwendig jedesmal statt finden, so-bald unter den drei gegebenen Stücken, Seiten und Win-kel sind.

Stehen zwei einander gegenüber, so sucht man dasbierte nach dem ersten Lehrsätze. Sind vier bekannt, sosucht man das fünfte nach dem zweiten Lehrsätze. Hatman dieses, so kann man das sechste nach dem ersten odernach dem zweiten Lehrsätze suchen, je nachdem man will.

Liegen aber alle drei Stücke nebeneinander, so suchtman das vierte nachdem zweiten Lehrsätze; hat man die-ses, so kann man das fünfte und sechste entweder nach demersten oder nach dem zweiten suchen, je nachdem man will.

i. Beispiel. In dem Dreiecke adc Fjg. 8. sey ge-geben der Winkel s. — 86°, 2/. Die Seite L — 88°, 4</,und der Winkel c — yo°. Man sucht die Seite danndie Seite L, und endlich den Winkel d.

Nach dem ersten Lehrsätze hat man:

: 8 in. g. ^ 8111. L : siri.

I-o§. 5 in. n — Io§. «in. 86°, 27/ — 9,9991669

I-oZ. siii.L--- 1o§. sin. 88°, 4<V — 9,9998824

a 9 , 9 I 9 oM

DvA. IZack. --2 1o§. 8IN. 90° — 10,00000001v§. 8111 . ^4 9,999048z

und ^ — 86°, i2fl

Jetzt sind in dem Dreiecke adc vier Stücke bekannt,und 6, und man kann die dritte Seite L nunnach dem zweiten Lehrsätze berechnen.

Dari§.