zeugt ist, so verfertigt man die Ruthen, mit denen diegroßen Standlinien gemessen werden. Bei der BergifchenLandesvermessung wurde Hiebei auf folgende Weife ver-fahren :
Ich ließ aus ganz reinen Tanncnbrettern, die iSJahre im Trockenen gelegen, >o Ruthen schneiden,welche 12 Fuß lang i^Zoll breit und g Zoll dick waren.Sie wurden mit Oek getränkt und dann zweimal mitSchieferweis überstrichen. An den Köpfen wurden siemit Messing beschlagen.
Zugleich ließ ich eine Art Komparateur machen, deraus einem geraden Tannenbalken bestand, an dessen einemEnde ein senkrechter eiserner Stift stand, und auf demvon 6 zu 6 Fuß ein Messingpkättchen eingelegt war. Aufdiesen Komparateur wurde die Toise gelegt, und da wob und -2 Fuß waren, auf dem Messingplättchen miteiner feinen Spitze eine Linie gerissen. Dann wurden dieRuthen aufgelegt, und so lange an den Köpfen abgegli-chen, bis sie genau 12 Fuß hatten.
Dieses Abgleichen hat viele Schwierigkeiten, undman thut wohl, wenn man sie bis auf etwa st? Liniegenau hat, aufzuhören, und den Unterschied zu bemer-ken und nachher Rechnung dafür zu tragen.
Aus den io Ruthen hatte ich 8 der besten ausge-sucht und diese zu 4 und 4 in zwei Lagen getheilt, weilich die großen Standkinien doppelt wollte messen lassen.Die 4 Ruthen in der einen Lage waren alle mit K. 1, 2,3 , 4 und die in der anderen mitL 1, 2, 3 , 4 bezeich-net: Nach dem Abgleichen hatten sie folgende Länge: