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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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393
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, dem Perpendikel D 6 multipltciren muß, und dann mitder Linie OH, dividiren.

Beispiel. Das Perpendikel sey 2, Z Fuß, dieLänge der Linie OH schätzt man zu s 5 c,oo. So ist dieGröße des Winkels k H. O2,3.206266 —19 Sck.

2600c,

-Man sieht, daß diese Rechnung sehr leicht ist, undich halte diese Art zu centriren für die bequemste.

Man kann den Winkel H Fig. 14. auch noch aufeineandere Weise finden, wenn man nemlich den Richtungs-winkel LOH und die Entfernung L 0 mißt, so kannman, da man auch die Seite OH wenigstens durchSchätzung kennt, den Winkel H trigonometrisch berechnen.Allein diese Rechnung ist immer weitläufiger wie die mitden Perpendikeln, und der Richtungswinkel bei O mißtsich sehr unbequem. Mit einem Spicgelwerkzeuge läßter sich gar nicht messen, weil er sehr stumpf ist, und manmüßte statt seiner den Nebenwinkel K, messen, und ihndann durch Abziehen finden.

Die Art, wie wir in der Bergischen Landesvermes-sung bei dem Messen der Perpendikel verfuhren, war fol-gende: Wir legten eine Latte in der Richtung von HObis gegen die Königsstange, und hier maßen wir dannmit dem Fußstab die Länge des Perpendikels L <Z, welches! dem Winkel H gegenüber lag, bis aus die Mitte desl Thurms, oder die Mitte der Königsstange.

Beim Centriren kommen mehrere Fälle vor, welchej mein wohl unterscheiden muß, wenn man sich nicht irren^ ivill. In Fig. 14. liegt der gemessene Winkel 0 im! Centrir-