Buch 
Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
Entstehung
Seite
424
JPEG-Download
 

424 -—

bleibt daher immer in dieser Ebene. Das Wiederholengeht dann beinahe den selber, da die fliegenden Nennerszugleich die Winkel angeben, um den man die Alhidadedrehen muß.

Der hier abgebildete Kreis ist vom HofmcchanikiisBaumann in Stuttaardt gemacht. Er hat 12 Zoll Durch-messer, — theilt den Quadranten in 100 Grad und ko-stet 3 s Louisd'or.

§. 12 .

Fehler des Spiegelkreises.

Der Spiegclkreis kann dieselbe Fehler haben wie derSextant, und diese werden auf dieselbe Weise aufge-sucht und corrigirt. Das Fernrohr muß der Ebene desKreises parallel seyn, der große Spiegel muß senkrechtauf dieser Ebene stehen, und der kleine ebenfalls. Wieman dieses untersucht, ist oben beim Sextanten ausführ-lich gezeigt worden.

Beim Spiegelkreise kann man die senkrechte Lage desgroßen Spiegels auch noch auf folgende Weise untersu-chen. Man laßt den Rand reflektiren , und das Rcfiek-tirte muß mit dem Nichtrcflektirten einen fortgehendenKreis machen, wenn er senkrecht sieht.

Wir könnten hier theoretische Untersuchungen über denEinfluß anstellen, den es auf den gemessenen Winkel hat,wenn die Spiegel nicht senkrecht stehen. Allein da mandiese Fehler des Instruments corrigiren kann, so würdedieses von keinem praktischen Nutzen seyn.

Das Sehen und das Messen muß in der Ebene desWinkels geschehen, also m der Mitte voni Felde, zwischenden beiden eingespannten Fäden. Der Abstand der Fä-den