Beobachter immer mit dem Auge sehen kann, ohne ge-nöthigt zu seyn, es nach einem zweiten Fernrohre zu rich-ten, wie dieses bei allen dioptrischcn Winkel-Instrumen-ten der Fall ist. Er sah ein, daß ein solches Instrumentauch auf der See könne gebraucht werden, weil derBeobachter nur das Instrument in der Ebene des Win-kels zu halten brauche, und das Fernrohr nach einemder beiden Gegenstände gerichtet, wo dann das Bild desandern durch Reflexion im Felde des Fernrohrs erscheine.Hadley ließ nachher einen solchen Sextanten von Kupfermachen, und die Erfahrung zeigte, daß man zur See dasInstrument zwar nicht genau in der Ebene des zu messendenWinkels halten könne, daß aber der Beobachter durchdie Bewegung seines Körpers die Bewegung des Schiffesso balanciren könne, daß es immer nahe bei dieser Ebenebleibe, und beim Durchgehen durch diese Ebene könneer sehen, ob die beiden Bilder sich berühren.
Nach Hadleys Tode fand man (im Jahr >7/12) un-ter seinen Papieren eine Handschrift von Neu ton,welche eine Zeichnung und eine Beschreibung von einemInstrument erhielt, das nicht sehr von Hadleys Sextantverschieden war. Neuton scheint also der erste Erfinderdavon zu seyn, und Hadley scheint es nachher aufsneue erfunden zu haben, ohne daß er Neutons Ideekannte, welche ihm vielleicht später mitgetheilt wurde,da er ihrer nicht in feiner Abhandlung erwähnt, die erüber dieses Instrument der Königlichen Societät über-reichte. Der berühmte Name Neutons würde sonst diebeste Empfehlung für dieses neue Instrument gewesenseyn.
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