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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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429
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Die Seefahrer gehen schwer von ihren alten Ge-wohnheiten ab , und der Sextant wurde in den ersten 3 aJahren nur sehr wenig von ihnen gebraucht, ungeachteter viel genauer war als ihr Jakobsstab, mit dem ste ihrePolhöhe bestimmten. Der Sextant war damals auchnoch sehr unvollkommen, die Eintheilung war nicht fein,die Fernrohre schlecht, und La Caille konnte mit einemSextanten einen Mondabstand nicht genauer als 5 Mi-nuten messen.

Im Jahr 1763 brachte Ramsden seine Theilma-schiene zu Stande, und von diesem Zeitpunkte an wur-den die Sextanten imnier besser und vollkommner. ImJahr 1773 machte er noch eine bessere Theilmaschiene,die ihm die' Commission für die Meereslänge für 3 i 5Pfund Sterling mit der Bedingung abkaufte, daß er alleSextanten für die Flotte sehr wohlfeil theilen mußte, —zugleich gab sie ihm 5 oo Pf. Sterl. Belohnung.

In Deutschland machte Brander in Augsburg einigeVeränderungen an den Sextanten, um auch Höhcnwin-kcl mit ihnen auf dieselbe Weise, wie mit dioptrischenInstrumenten messen zu können. Hiedurch gingen aber! die wesentliche Vorzüge des Instruments verloren, undder Sextant wurde in Deutschland fast gar nicht gebraucht.In den Jahren 1785 und folg^ kamen Graf Brühl undHerr von Zach aus England nach Deutschland, unddiese haben am meisten zur Verbreitung dieses nützlichenInstruments beigetragen, so wie auch Pros. Bohnen-berger durch seine ausführliche Beschreibung desselben.

Alle Seefahrer gebrauchen jetzt den Sextanten allein,gewöhnlich haben sie hölzerne von iL Zoll Radius, die

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