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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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450
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den Fenstern des Sallons nahmen, der in der Kuppelist. Der Castellan sagte uns, daß im Dache ein Fen-ster sey, wo heraus man auf den Knopf steigen könnte,der mitten auf dem Thurme steht, und der früher dazubestimmt war, eine Bildsäule zu tragen. Einen bestemStandpunkt für den Sextanten ließ sich nicht wünschen.Der Schieferdecker band vier Leitern rund um den Knopf,wir stellten den Sextanten auf die Mitte, und indem ei-ner den Winkel beobachtete, las der andere ihn ab. DieMessung ging schnell und die Winkel stimmten sehr nahemit 36 o Grad.

Mit keinem andern Winkel-Instrumente würden wirhier haben messen können, — man würde sich tiefer habenstellen müssen, man würde nicht alle Thurmspitzen gese-hen haben, die man vom Knopfe sehen konnte, undman würde endlich kaum in einer Woche so viel gethanhaben, als wir in einem Tage thun konnten. — Als wirden dritten Tag zu Bensberg eben mit dem Messen fertigwaren, fiel stürmische Witterung ein, welche 8 Tage anhielt. Hatten wir mit einem andern Instrumente gemes-sen, so hätte uns dssese früher überrascht, ehe wir unsereOperationen geschloffen hatten. Das Jahr vorher maßder Oberste Tranchot an einem unserer Dreieckpunkte,auf dem Löwenberge über vier Wochen, weil er seineMessung bei der guten Witterung, die er in den ersten Ta- ,gen hatte, nicht vollenden konnte, da er immer sehr vielZeit mit dem Transport und dem Aufstellen des Borde.- ,schen Wiederholungskreises verlor. — Denselben Vor- itheil beim'Messen mit Sextanten fanden wir, als wirim Jahr 1807 in den gcbirgigten Theil des Herzogthumskamen. Statt künstliche Signale zu bauen, banden wir