Buch 
Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
Entstehung
Seite
452
JPEG-Download
 

Düsseldorfer und Hornberger Thurme. Diese Linien,welche der Quere nach durch das Dreiecknetz lagen, mach-ten alles Verschieben der Dreiecke unmöglich.

Als endlich die Dreiecke bei der Mündelheimer Ver-sicherungslinic ankamen, so gaben sie die Länge dieserLinie zu . . . 24748,6 Fuß an,

die unmittelbare Messung gab 24746,8

so daß der Unterschied nur 1,8 Fuß war.

Diese genaue Uebereinstimmung zwischen der Rechnungund der Messung hatte ihren Grund in dem sorgfältigenAufsuchen der Fehler des Sextanten, in dem Rundmes-sen im Horizonte, wodurch alle Winkel mit 36 o Gradverbessert wurden, und endlich in den eben angeführtenHauptlinien, wodurch sich die Fehler in den verschiedenenDreiecken früher gegen einander aufhoben, ehe man andie Standlinien kam.

Uebrigcns bedarf es wohl keiner Erwähnung, daßan allen Dreiecken immer alle drei Winkel gemessen wur-den , und ihre Summe mit 180° corrigirt. Ein ebenesDreieck, welches diese Eorrektion nicht hat, ist kein ebe-nes Dreieck, sondern eine ungeschlosscne Figur, und laßtsich gar nicht berechnen. Die Abweichung von 180° durfteindeß keine 3 o Sekunden übersteigen. Dieses war diehiefür vorgeschriebene Genauigkeit.

Bei der ganzen Vermessung wurde kein Dreieck sphä-risch berechnet. Das größte Dreieck, welches wir hatten,war Cronenberg, Düsseldorf und Cölln. Die Lange derSeiten betrug 7 Stunden. Der Inhalt des Dreiecks warnahe 7 Quadratmeilcn, und die Abweichung der dreiWinkel von i8o'o konnte wegen der sphärischen Gestalt

der