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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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469
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Der Trigonometer der Plankammer erhält von demDirektor der Landesvermessung die Dreiecke des erstenRanges. Die Seiten derselben sieht er als eben so viele! Etandlinien an, welche er bei seinen Dreiecken des zwei-ten Ranges zum Grunde legt. Er mißt die Winkel miteinem völligen Spiegclsextanten. So wie er die Drei-ecke des zweiten Ranges vollendet hat, so übergibt erdiese dem Trigonometer auf dem Felde, welcher unterihm arbeitet, und der mit einem fünfzölligcn Spiegel-sextanten , oder mit einem Astrolabio die Winkel für dieDreiecke des dritten Ranges mißt.

Sind diese fertig, so werden sie auf der Plankammer ,auf die Meßtische der Geomcter getragen, und diesenehmen nun zwischen diese feste Punkte, das Detail derGegend im Maßstab von auf. Die Gcometcr lie-fern ihre Flurkartcn an die Pkankammer ab, undlegen zugleich ihr Journal, ihr Rechnungsrcgistcr undihr Meßregistcr bei. Diese werden auf der Plankammernachgerechnet, um alle Fehler aufzufinden, und aus ihnenund aus den Abschätzungen des Oberabschätzcrs läßt derTrigonometer dann die Stcuerrollen zusammensetzen.

Die Stcuerrollen werden, nebst der Copic der Flur-karten, die auf der Plankammcr gemacht wird, an denDirektor der Landesvermessung geschickt, dieser läßt sieauf seinem Bureau nachsehen, und die Karten in denMaßstab von rcducircn. Die Rollen werden dannder Regierung zur Genehmigung vorgelegt,l Wenn alle Arbeiten im Gange sind, so können in»edem Bezirke jährlich ungefähr i5ooo metrische Morgen^ gemessen und cadastrirt werden; da man im Durchschnittel annehmen kann, daß jeder Geometer mit seinem Feld-

messer