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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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immer als völlig eben entwerfen und der Fehler wegender Krümmung der Erde wird immer ungleich wenigerbetragen, als die Ausdehnung des Papiers durch Wärmeund Feuchtigkeit.

Werden aber von einem Lande, das mehrere tausendQuadratmeilen hat, wie z. B. von Frankreich, specielleKarten im Maßstabe von entworfen, so ist für

diese die schicklichste Entwerfungsart: die Polyedri-sche. — So wie man den Kreis als ein Vieleck vonunendlich vielen Seiten ansehen kann, so kann man dieKugel als ein Polyeder von unendlich vielen Flachen be-trachten, welche lauter Quadrate bilden, die an zweiSeiten von Meridianen und an den beiden anderen durchParallelen begrenzt sind. Eine Karte im Maßstab vonkann auf eine künstliche Erdkugel geklebt werden,die 3y5 Fuß Durchmesser hat. Gibt man den Blätterneinen halben Grad für die Höhe, und einen ganzen fürdie Länge, so würden in unsern Breiten die Blätterungefähr ^ Meter hoch und H Meter lang werden. DasZusammenlaufen der Meridiane beträgt auf einen halbenGrad nur des Ganzen. Die Blätter würden alsosehr nahe rechtwinkligt. Auch kann man die beiden Me-ridiane, die sie begrenzen/ohne merklichen Fehler, alsgerade Linien betrachten. Da von so großen Karten,wie die Cassinische, nie alle Blätter zusammengeklebtwerden, so würde man es nie bemerken, daß das Ganzeder Karte nur auf einer Kugel könne zusammengelegtwerden. Auch ist der Unterschied in der Größe zwischenden nördlichen und den südlichen Blättern so groß nicht,daß man ihn im Portefeuille auf eine unangenehme Artbemerkte.

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