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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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517
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§. 22 .

Berichtigung wegen der Haarröhrchenkraft.

Wenn man eine gläserne Röhre, die an beiden Endenoffen ist, in eine Schaale mit Quecksilber hält, so stehtdas Quecksilber in der Röhre niedriger, als außerhalb,und zwar um so niedriger, je enger die Röhre ist. Mannennt dieses: die Herabdrückung wegen derHaarröhrchcnkraft. In Heberbarometern hebt sichdiese Herabdrückung immer in beiden Schenkeln sehr nahegegeneinander auf, wenn beide gleich weit sind, obschonin dem offenen Schenkel die Halbkugel auf der Oberflächedes Quecksilbers immer etwas flächer ist als in dem ge-schlossenen; wahrscheinlich wegen der Feuchtigkeit die sichauf der innern Glasfläche anlegt. In den Gefäßbaro-metern ist diese Herabdrückung aber bedeutender, weil siein dem weiten Zylinder des Gefäßes ganz unmerklich ist,und hingegen in der engen Barometerhöhe desto größer.Die Gefäßbarometer stehen deswegen immer etwas nie-driger als die Heberbarometer, wenn ihre Scale nemlichnicht nach diesen regulirt ist. Will man daher zwei Be-obachtungen miteinander vergleichen, die mit verschiede-nen Barometern angestellt sind, so muß man die Weiteder Röhre messen, um hiernach den Unterschied in demStande der beiden Barometer berechnen zu können, densie zeigen würden, wenn sie neben einander hingen.Man gebraucht bei dieser Rechnung folgendes Täfel-chen:

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