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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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519
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hoch, so kann man auch mit einem ausreichen, indemman einmal am Fuße des Berges beobachtet, dann aufder Spitze, und endlich wieder am Fuße, um zu sehen,wie fern sich der Barometer in der Zwischenzeit geän-dert hat.

Mißt man aber auf einer Reise mehrere Höhen hin-ter einander, so muß man sich die corresponvircndenBeobachtungen aus einer benachbarten Stadt zu verschaf-fen suchen, deren Höhe über der See bekannt ist. Sowerden z. B. in Genf, in Aarau, in Carlsruhe, inDüsseldorf, in Paris und an mehreren andern Ortentäglich die Barometer beobachtet, die Journale werden'gedruckt, und der Reisende kann hieraus die correspon-dircndc nehmen. Doch werden diese um so ungewisser,je entfernter die Barometer von einander sind. Zwarbefolgen die Barometer in ganz Europa denselben Gangmit Steigen und Fallen, wie man dieses sieht, wennman die Journale entfernter Orte mit einander vergleicht,indem man sie lincarisch verzeichnet; allein an dem einenOrte kann das Fallen oder Steigen 24 Stunden früheroder spater seyn, als an einem andern, der Stunddavon entfernt ist. Gewöhnlich hängt dieses vom Wind-striche ab.

Will man indeß schon gleich auf dem Berge wenig-stens beiläufig wissen, wie hoch man über der See ist,so kann man dieses, indem man annimmt, daß die Ba-rometer an der See gerade auf ihrem mittlern Standevon 28,18 Zoll sind, — eine Annahme, bei der man sichselten mehr als um 400 Schuh irren wirb, da die ge-wöhnliche Abweichung von dem mittlern Stande höchstens"ur ^ Zoll ist. Auch muß man den Stand des Thermo-meters,