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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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564
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nau kennen muß, und dann in einer Uhr, an welcherman die Zwischenzeit, welche zwischen dem Blitz und demSchall verstreicht, beobachten kann. ^

Die ältern Beobachter bedienten sich bei diesen Be-obachtungen des bloßen Sekundenpendels. Sie gebrauch-ten gewöhnlich ganz kurze Pendel, die nur halbe oderViertel Sekunden schlugen. Späterhin gebrauchte manTerticnuhren, welche so gebaut sind wie eine Taschenuhr,und die einen besondern Zeiger haben, der in jeder Se-kunde einmal herum läuft. Sie schlagen fünfmal in derSekunde, und haben einen Sperrhacken, mit welchemman die Uhr nach Gefallen stillehalten kann. So wieman diesen los läßt, fängt die Uhr wieder an zu gehen.Eine solche Uhr ist auf der Göttinger Sternwarte. Ichhabe sie bei den Versuchen über die Fallzeiten gebraucht,welche ich im Jahr 1802 im Hamburger Michaelisthurmeanstellte. Der Gang dieser Uhren ist sehr ungleich, undVielen Veränderungen unterworfen, weil die Unruhe sehrleicht ist, und daher sehr empfindlich gegen alle kleineUngleichheiten des Räderwerks und der Schnecke. .Man muß mit ihnen eine große Anzahl Beobachtungen Ianstellen, ehe man sich auf die Genauigkeit der Mitte!verlassen darf.

Einen ungleich genauern Weg haben die Terticnuhrenmit Centrifugalpendeln, welche der Uhrmacher Pfaffiusin Wesel für 6 Louisd'or macht. Diese find wie eineTafeluhr gebaut, und geht das Pendel nicht hin und her, ^sondern beständig im Kreise fort. Das Zeigerwerk liegtoben auf der Uhr, und wird mit einem Sperrhacken an-gedrückt und losgelassen. Die Uhr bleibt immer am Ge-hen, und die Zeiger stehen still. In dem Augenblick,

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