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Aehnliche Fälle findet man in mehreren neuern Mes-sungen. Der Trigonometer darf sich nie durch eine zu-fällige Uebereinstimmung tauschen lassen, seine Messungfür genauex zu halten wie sie ist. Er muß die mittlereGenauigkeit seiner Messung kennen, und zugleich dasMaximstm, welches von keinem Fehler überschritten wird.Bei jedem Horizonte, bei jedem Dreiecke muß er dieAbweichung von 36« und iLo Grad bestimmen, alle Sei-ten, für die er ein doppeltes Resultat hat, muß er miteinander vergleichen, und indem er so alle Fehler in einTableau zusammen stellt, so sieht man leicht das Maxi-mum, welches die Fehser nicht überschritten haben, sowie auch die mittlere Genauigkeit der Messung. In al-len praktischen Arbeiten nähert man sich nur der Wahr-heit , wie sehr man sich ihr nähern muß, hängt von derNatur der Sache ab. Jede Aufgabe aus der praktischenGeometrie ist unbestimmt, wenn nicht zugleich angegebenwird, mit welcher Genauigkeit sie soll gelöst werden.Keine Messung ist fehlerfrei, aber jede Messung ist gut,wenn sie so genau ist, als vorgeschrieben worden.
Kehren wir von den geometrischen Messungen zu denphysikalischen zurück, zu dem Bergmessen mit dem Ba-rometer, und zu den Schallmessungen, so finden wjr hierdieselbe Genauigkeit, und wir sehen, auf welcher hohenStufe der Vollkommenheit die praktische Geometrie imAnfange des neunzehnten Jahrhunderts in allen ihrenTheilen steht. Die Instrumente sind einfach, die Mes-sungen sind leicht, und die Rechnung ist geschmeidig.Sie fodert nur eine klare Ansicht dessen, was man will,und lehrt dann alle Aufgaben auf eine leichte Weise
lösen,