Umsteuerungen mit variabler Expansion. Hensinger v. Waldegg. 139
Mittelst der Excenterstange DC wird die Coulisse CC, die sichum den festen Punkt / drehen kann, in schwingende Bewegunggesetzt. Die Coulisse besitzt einen bogenförmigen Schlitz, in wel-chem sich der Gleitbacken K am Ende der Schubstange PK mittelstder Zugstange HK zum Zweck der veränderlichen Expansion auf-und abschieben lässt.
Die Schubstange PK steht mit ihrem Ende P mit zwei HebelnMS in Verbindung, die oben die Schieberstange VV gelenkartigumfassen, unten aber sich in drehbaren Büchsen S hin - und her-schieben lassen, die an einer Verlängerung des Kolbenstangen-kopfes W angebracht sind. Der Hebel MS erhält also eine ganzeigenthümliche Bewegung; das Ende S geht mit der Kolbenstangehin und her, der Punkt P erhält eine andere, ebenfalls schwingendeBewegung von der Coulisse aus und daraus resultirt für den zwei-ten Endpunkt M eine solche Bewegung, dass dieselbe zur Führungdes Dampfschiebers geeignet ist, wie_ die Erfahrung und die fol-gende Betrachtung zeigt.
In Holzst. Fig. 36 sind die einzelnen Theile nur durch Linien,aber mit denselben Buchstaben bezeichnet. Befindet sich derKrummzapfen OR in dem einen todten Punkte, also in OR 2 , so ist
der Kolben am Anfang des Hubes; der Arm am Kolbenstangenkopfein 7\Sj. In diesem Momente ist der Halbmesser der Excentricitätin 0D l und die Coulisse nimmt die mittlere Stellung C 1 JE l ein, dieSchubstange liegt in K 1 P l und der die Schieberstange leitende He-bel in SiPiMi- Dreht man jetzt den Krummzapfen um 180°, also indie Lage OR 2 , so ist der Kolbenstangenkopf an das andere EndeT 2 S 2 gekommen, die Coulisse steht wieder in der mittlern Lage,weil die Excentricität nach OD 2 gekommen ist. Die Schubstange