Buch 
Die Schiebersteuerungen : mit besonderer Berücksichtigung der Locomotiven-Steuerungen / von Dr. Gustav Zeuner
Entstehung
Seite
146
JPEG-Download
 

146

I. Abttieilmig. Zweiter Abschnitt.

Das Diagramm ist dem der Gooch’schen Steuerung voll-kommen gleich. Da alle Schieberkreise die Abscissenaxe im glei-chen Punkte P l schneiden, so istFl S- 37 - also das Voreilen für alle

Grade constant, und das war eseben, was Heusinger bezweckte.Bei der untersuchten Steuerungbeträgt das äussere Voreilen 0,002™,das innere 0,011™.

Wie man nun aus den gege-benen Dimensionen der ganzenSteuerung auf die Art und Weiseder Dampfvertheilung schliessenkann , geht zur Genüge aus Frühe-rem hervor.

Von besonderer Wichtigkeit istes aber, für gewisse Bedingungen gewisse Theile der Steuerung zubestimmen, z. B. die Schieberdeckungen, Excentricität etc. Mankann wohl annehmen, dass in der Praxis in der Formel für denSchieberweg

R cos w +

u h-\-kc k

r s i n to

stets die Länge R des Krummzapfens bekannt ist, ferner auch dieGrösse h und k (Ilolzst. Fig. 36, S. 142). Man wird nur immer da-für Sorge tragen, dass h möglichst klein und k möglichst gross ist.Ferner ist der Verticalabstand LJ\ der Schieber - und Kolben-stange als gegeben anzusehen, und daher auch die halbe Längeder Goulisse, die wir genau genug c=C i I=T i Q — w — hsetzen. Ueberdies nehme man noch beliebig an, d. h. die Ent-fernung des äussersten Grades vom todten Punkte / der Goulisse.

Der Weg, den man bei Construction einer neuen Steuerungeinzuschlagen hat, wird durch folgendes Beispiel näher angedeutetwerden.

Es soll bei einer Steuerung nach Heusinger v. Waldeggbeim letzten Expansionsgrad Dampf eintreten, während der Kolben0,825 seines Weges zurücklegt, und der Dampfaustritt beginnen,wenn der Kolben noch 0,045 seines Weges zu machen hat. Es istgegeben: