Buch 
Die Schiebersteuerungen : mit besonderer Berücksichtigung der Locomotiven-Steuerungen / von Dr. Gustav Zeuner
Entstehung
Seite
148
JPEG-Download
 

148

I. Abtheilmig. Zweiter Abschnitt.

Die Grösse b = BCi wird gemessen; für vorliegenden Fallfindet sich b = 0,013 m , daher folgt aus der letzten Gleichung:

c

Cl

k

k-\-h

2 b.

Setzt man hier die bekannten Werthe rechts ein, so folgt diegesuchte Excentricität:

r =*= 0,032.

Um noch die innere Schieberdeckung i zu bestimmen, be-achte man, dass der Dampfaustritt beginnen soll, wenn derKolben noch um 0,045 seines Hubes vom Ende entfernt ist. Manmache daher NM 2 — 0,045 . MN, errichte in il / 2 das Perpendikel1/ 2 R 2 und ziehe 0/i 2 Uber O hinaus bis zum Durchschnitt W 3 mitdem Schieberkreis. 0 1U. ist die gesuchte innere Deckung, fürwelche die Abmessung

OW 3 = f=0,002 m

ergiebt.

Beschreibt man noch mit i den Kreis W 3 W t und ebenso dieübrigen Schieberkreise, so ist nach dem Obigen auch sofort dieDampfvertheilung für alle Expansionsgrade leicht zu übersehen.

Die Betrachtung des Diagrammes der Heusinger’schenSteuerung zeigt, dass der Zweck, ein constantes Voreilen zu er-langen, vollständig erreicht ist, dass aber in Hinsicht der Dampf-vertheilung die Steuerung mit den früher betrachteten auf gleicherStufe steht. Der Heusinger’sehe Mechanismus ist unstreitig sehrsinnreich, aber zu complicirt; es gilt hier das, was am Schlüsseder Betrachtung der Steuerung von Gooch gesagt wurde, in nochhöherem Grade, dass nämlich das constante Voreilen zu theuererkauft ist.

CAPITEL V.

Coulissensteuerung von Pius Fink.Beschreibung der Steuerung.

Diese Steuerung, von welcher Fig. 16 auf Taf. IV eine Dar-stellung giebt und auf welche der Erfinder schon im April 1857 einPatent nahm, ist die einfachste Coulissensteuerung, die wir be-