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Die Schiebersteuerungen : mit besonderer Berücksichtigung der Locomotiven-Steuerungen / von Dr. Gustav Zeuner
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I. Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

um eine bestimmte Strecke auf und ab, im andern Fall ist er fest-gestellt. Der Umstand nun, dass beide Anordnungen unter Ver-nachlässigung des Fehlergliedes auf die gleiche Formel für denSchieberweg führen unter verschiedener Bedeutung des Werthesvon u, führt zu dem Schlüsse, dass die beiden Strecken ML undMN (Fig. 39) im Allgemeinen wenig von einander abweichen soll-ten. Diese Bedingung wird aber, wie ein Blick auf die Figur zeigt,erfüllt, wenn dieExcentricität OD — r klein und die Strecke DQ = amöglichst gross angenommen wird. Dass das Verhältniss r : a soklein als möglich sein soll, dahin deuten auch die Fehlergliederselbst. Weitere Betrachtung der Figur führt aber für die genannteBedingung auch zu der Regel, die Strecke QJ=b möglichst kleinzu wählen, es erscheint daher, weil das leicht ausführbar ist, ambesten, den Werth b = 0 zu wählen, d. h. die Coulisse durch denschwingenden Hebel (IQ im todten Punkte J erfassen zu lassen. Zudiesen Regeln käme nun die schon bei der Ableitung der Formelnerwähnte Bedingung hinzu, die Länge der Schubstange, mit an-dern Worten den Radius der Coulisse, so gross als möglich zunehmen.

Angenommen nun, es seien für einen bestimmten Fall die an-gegebenen Bedingungen so weit als thunlich erfüllt, so fragt essich, ob die Fink’sehe Steuerung ihrer grossen Einfachheit wegenwohl im Stande sein könnte, vorzugsweise bei Locomotiven dieSteuerungen von Stephenson, Gooch und Allan-Trick zuverdrängen.

Zur Beantwortung dieser Frage mag die Aufgabe gelöst wer-den, eine Fink’sche Steuerung anzuordnen, die genau die-selbe Dampfvertheilung geben soll, wie die Go och’sche Steue-rung, die in der auf S. 115 behandelten Aufgabe angenommenwurde.

Für den äussersten (vierten) Expansionsgrad, d. h. für u — c,fanden sich für die dort angenommenen Dimensionen die Coordina-ten des Schieberkreises (Holzst. Fig. 40) :

OB = 0,014 m und BC i= = 0,027 ra .

Sei nun für die angenommene Fink’sche Steuerung: b — 0und die Schubstange ganz ausgelegt, also u = c, wo c die halbeCoulissenlänge darstellt, so wäre, wenn auch für diese Steuerungdas nebenstehende Diagramm gelten sollte, nach der Gleichung: