Umsteuerungen mit variabler Expansion. Pius Fink.
161
V u
§ — A cos w -f- B sin io = r cos w -t- sin tu ,
a
und den bekannten Sätzen :
\ \ 't \ V O
OB = — A = — r und BC i = B= -
2 2 2 2a
zu machen, oder für die angegebenen Zahlenwerthe fände sich:
r = 0,028“ und —=1,93.
a
Fi.a. 40.
Hieraus folgt, dass bei der Fink’sehen Steuerung im vorlie-genden Falle die ganze Coulissenlänge 2c fast das vierfache derLänge DQ = a betragen müsste;man könnte also die gleiche Dampf-vertheilung nur durch eine sehrlangeCoulisse erzielen, dadieLängea möglichst gross gewählt werdensollte; die Annahme einer langenCoulisse widerspricht aber wiederder Annahme der obigen Ableitungder Grundformeln, in der wir aus-drücklich die Strecke u , also auchc, gegenüber der Länge der Schub-stange l als klein voraussetzenmussten. Schon diese Hindeutun-gen genügen , erkennen zu lassen,dass die Fink’sche Steuerung nurfür geringere Cylinderfüllungen,stärkere Expansion , verwendbarSteuerungen von Stephenson,nachsteht.
ist, und dass sie daher denGooch und Allan-Trick
Aber auch die Fehlerglieder der Formeln (98) und (100) deu-ten darauf hin, dass die Fink’sche Steuerung den Anforderungen,die man an eine gute Steuerung stellt, weniger entspricht, als dieandern Steuerungen. Bei Fink’s Steuerung zeigt sich bei nähererPrüfung praktischer Ausführungen, dass das Fehlerglied verhält-nissmässig stärkeren Einfluss übt; dass also die schädlichen Ab-weichungen von der richtigen Schieberbewegung mehr hervortre-ten werden.
Zeuner, Schieberetetierungen. 4. Auflage.
44